Archiv für June 2004

28
Jun

A’s Jugend sichert sich vorzeitig die Landesmeisterschaft

Zum Rückrundenspiel gegen den Hallenmeister Südwest 2003/04, waren die Domstädter aus Mainz am 27.06.04 nach Trier gereist. Der Angstgegner der vergangenen Jahre hatte offenbar das Spiel im Vorfeld schon aufgegeben. Nur selten kamen die Kardinäle auf Base und nur einmal während der drei gespielten Innings gelang es einem Runner zu scoren.

Im Gegenzug hatten die “Grüngelben” keine Schwierigkeiten die Bälle weit ins Feld zu schlagen und die Bases zu umrunden. Mit 17 Hits, etlichen Freiläufen und einigen Spielerabwürfen punkteten sie 31 mal bevor das Spiel mit dem Stand von 1:31 beendet wurde. Sogar der Jüngste der Line-up, Lennard Stöcklin, wuchtete das Leder so weit ins Outfield, dass er daraufhin problemlos das dritte Base erreichen konnte.

Mit diesem Sieg haben sich die jungen Mainzer die Landesmeisterschaft bereits vorzeitig gesichert und können sich ab sofort auf die Deutschen Meisterschaften vorbereiten. Das Spiel gegen Neustadt am 03.07.04 ist dafür die beste Gelegenheit, denn die Saints hatten sich in der Hinrunde nur knapp gegen die Gutenbergstädter geschlagen geben müssen.

Autor: Ricarda Hinderkopf

27
Jun

Athletics-Lawine überrollt Saarbrücken Blues

Ein ungleiches Kräftemessen war das letzte Auswärtsspiel der Mainz Athletics Softballmannschaft bei den Saabrücken Blues. Mit 27:1 und 40:1 wurden die Saarländerinnen von den Mainzerinnen dominiert. Eine desolate Feldmannschaft der Blues ließ die Grün-Gelben nach Belieben gewähren.

Spiel 1:
Gleich im ersten Spielabschnitt spielten die Athletics ihre Überlegenheit deutlich aus. Sechs Treffer, vier Feldspielfehler sowie eine ungewohnt wackelige Performence der angeschlagenen Saarbrückerin Stephi Kurz im Werferkreis brachten elf Athletinnen über die Platte und beinahe die gesamte Mannschaft zwei Mal an den Schlag. In der Defensive machte Athletics Werferin Siska Adams kurzen Prozess mit den Blues und schickte sie ohne Punkte wieder zurück ins Feld. Wieder in der Offensive gelang es den Mainzerinnen weitere 16 Mal das Spielfeld zu umrunden.
Bemerkenswert dass neun dieser Punkte nach dem zweiten Aus passierten. Kurz wurde von ihrer Feldmannschaft im Stich gelassen, die alleine in diesem Abschnitt sechs Fehler fabrizierte. Doch auch neun schöne Schläge, unter anderem weite Doubles von Siska Adams und Christina Hübner, ließen die Gonsenheimerinnen punkten. Als auch in der Defensive nichts passierte und drei Blues direkt wieder auf die Bank geschickt wurden, schalteten auch die Athletics einige Gänge zurück und punkteten im nachfolgenden Abschnitt nicht mehr. Die inwzischen für Adams eingewechselte Katharina Eckmann muste zwar nach einem fallen gelassenen Ball der Catcherin noch einen Punkt zulassen, doch nach 85 gespielten Minuten war der 17. Saisonsieg der Mainzerinnen besiegelt.

Es spielten:
Julia Kleinbub (SS, 3 Runs); Sonja Dressler (1B, 4 Runs); Isabell Schreiber (C, 3 Runs); Franziska Adams (P, 3 Runs)/Katharina Eckmann (P); Christina Hübner (CF, 3 Runs); Birgit Eisenbeis (LF, 3 Runs)/ Manuela Pings (LF); Nina Theis (2B, 2 Runs); Giovanna Cacciatore (RF, 3 Runs) / Uschi Chmiela (RF); Jenny Allard (3B, 3 Runs).

Spiel 2:

Im zweiten Spiel zeigten sich die Athletinnen noch stärker und die Saarbrücker Defensive noch schwächer als im ersten Spiel. Im ersten Abschnitt schafften es die Athletinnen ohne einen guten Schlag acht Mal zu punkten. Unterstützt wurden sie hierbei durch drei Fehler der Saarbrücker sowie vielen Freiläufen der Saarbrücker Werferin Steffi Stauner. Im Gegenzug ließ Werferin Uschi Chmiela direkt die ersten drei Blues gar nicht erst zum Zuge kommen und schickte sie direkt wieder auf die Bank zurück. Im zweiten Spielabschnitt waren die Athletics nicht mehr auf die Hilfe der Blues-Abwehr angewiesen und schlugen den Ball selbst neun Mal ins Feld. Dass dabei aber insgesamt 18 Punkte heraussprangen lag jedoch auch an einer immer werdenden Steffi Stauner, die die Athletics oftmals ohne Schlagmöglichkeit ins Spiel brachte. Nach drei weiteren Aus in der Mainzer Defensive erreichten sie mit vielen schönen Schlägen den 40. Punkt des Spiels. Nina Theiss war es vorbehalten, nach einem schönen Single und dem drauffolgenden Fehler im Rightfield nicht nur Christina Hübner sondern auch gleich sich selbst über die Platte zu holen. Die Saarländerinnen konnten auch in diesem Spiel einen Ehrenpunkt erzielen, doch der wird sie kaum über die vernichtende Bilanz dieses Tages hinweggetröstet haben. Die Athletinnen konnten nach insgesamt 67 erzielten Punkten zufrieden die Heimreise antreten. Mit ihrer weiterhin makellosen Bilanz führen sie weiterhin die Tabelle der Verbandsliga Hessen/Südwest an.

Es spielten: Julia Kleinbub (SS, 5 Runs); Sonja Dressler (1B, 4 Runs); Isabell Schreiber (C, 4 Runs); Franziska Adams (3B, 4 Runs); Christina Hübner (CF, 4 Runs);Birgit Eisenbeis (2B, 3 Runs)/Nina Theis (2B, 1 Run); Jenny Allard (RF, 3 Runs)/ Giovanna Cacciatore (RF, 1 Run); Katharina Eckmann (LF, 2 Runs)/ Manuela Pings (LF, 1 Run); Uschi Chmiela (P, 4 Runs).

Autor: Birgit Eisenbeis

27
Jun

A’s nach Doppelsieg Südmeister

Mit einem Doppelsieg beim direkten Konkurrenten Regensburg Legionäre (6:2 und 4:2) entschieden die Mainz Athletics den Kampf um die Südmeisterschaft für sich. Den Doppelerfolg und damit die gute Ausgangssituation für die Play-Offs haben sich die A’s hart erkämpft. “Wir wussten, was auf dem Spiel stand und das Regensburg ein starkes Heimteam ist”, so Alper Bozkurt. Als die Gutenbergstädter dann noch im vierten Durchgang gegen den stark pitchenden Martin Almstätter mit 0:1 ins Hintertreffen gerieten, gekämpften die Mannen mit dem A auf der Brust bis zum Umfallen. Einen Durchgang später glich Florian Arnold auf einen Schlag von Benjamin Hieronimi aus, doch Regensburg eroberte im Gegenzug gegen den sonst gut aufgelegten Manuel Möller wieder mit 2:1 die Führung. Statt die Köpfe hängen zu lassen, nutzten Edward Martinez und Ryan Balan zwei Defensivfehler der Platzherren aus: Statt zweier Aus brachten Janusz Radicke und Florian Arnold die beiden um die Bases zur erstmaligen 3:2-Führung aus Mainzer Sicht. Das endgültige K.O. für Gastgeber kam dann im achten Schlagrecht: wieder nutzten die Mainzer drei Verteidigungsfehler der Legionäre, um das Spiel mit 6:2 für sich zu entscheiden.

In der anschließenden zweiten Partie erhöhten die Mannen aus Gonsenheim den Druck und starteten mit einem 1:0 durch Janusz Radicke, der von einem Hit des produktiven Jim Booth profitierte.”Wir haben um jedes Aus gekämpft, haben super Spielzüge ausführt und den Biss gehabt, denn wir wollten erster bleiben”, so Bozkurt. Im vierten Inning erkämpfte dann Florian Arnold – wieder mit der Hilfe von Jim Booth – das 2:0.

Ein kleinen Dämpfer bekamen die Mainzer dann, als Regensburg im fünften Schlagrecht gleich die erste Chance nutzte, um gegen Ryan Balan auszugleichen. Entscheidend war dann der letzte Durchgang: Martin Kipphan eröffnete mit einem Hit, und Alper Bozkurt folgte ihm per Freilauf auf die Base. Dann hämmerte Edward Martinez einen Drei-Base-Schlag ins Stadionrund der Oberpfälzer und brachte seine beiden Teamkollegen über die Homeplate – 4:2 für die triumphierenden Mainzer. “Ich habe das Gefühl, wir haben jedes Mal einen anderen Helden” – diesmal sah Bozkurt den jungen Martin Kipphan, Jim Booth und Edward Martinez als die Matchwinner.

Autor: Frank Helleken

23
Jun

Zweites Schülerturnier in Mainz

Am 18. und 19.9. findet die DM der Schüler in Mannheim statt und wieder dabei sind die Athletics.

Nach dem letztjährigen dritten Platz in Göppingen werden für die jungen Wilden der A´s diesmal die Trauben hoch hängen, ist man doch die mit Abstand jüngste Mannschaft, die die Qualifikation geschafft hat.

Gleich im ersten Gruppenspiel um 09.00 Uhr trifft man auf einen der Top-Favoriten, die Freising Grizzlies. Um 12.30 Uhr geht es weiter gegen den Ausrichter, die Mannheim Tornados und direkt im Anschluß gegen den BWBSV-Titelträger, die Schriesheim Raubritter.

Sicherlich werden die Jungs vom Trainergespann Dill/Anderson alles geben, um den vermeintlichen Favoriten ein Bein zu stellen und den einen oder anderen Sieg nach Mainz zu holen. Der Spass steht aber im Vordergrund ist dies doch für die meisten Spieler der A´s der erste Auftritt auf nationaler Ebene.

Die Spieler würden sich mit Sicherheit über eine tatkräftige Unterstützung der A´s-Fangemeinde in Mannheim freuen.

20
Jun

A’s-Siegteilung gegen Tornados

Auf dem Papier müsste immer das Team mit dem besseren Tabellenplatz siegen – aber Glück für die Zuschauer und Pech für die Mainz Athletics ist dies im Sport nur die halbe Wahrheit. Mit 2:1 und 8:9 kamen die erstplatzierten Mainzer Baseballer nicht um eine Siegteilung gegen den Tabellenvierten Mannheim Tornados herum. Die Gäste präsentierten sich als ebenbürtiger Gegner, der den verkorksten Saisonstart gut verdaut hat.

Als absolutes Topspiel entpuppte sich die erste Partie, in der sich Manuel Möller auf A’s-Seite sowie sein Mannheimer Werferkollege Jan Rössel neun Durchgänge lang einen sehenswerten Schlagabtausch lieferten. Dazu arbeiteten beide Verteidigungsreihen fehlerfrei, und so kam erst im fünften Inning der erste Punkt: der Mannheimer Billy Hess erlief eigenmächtig die zweite Base und verwirrte damit die Defensive um Möller, die dann den zeitgleichen Lauf vom zweiten Mannheimer Alex Janotta an die Homeplate verpasste – zum 0:1 aus Mainzer Sicht. Janusz Radicke schlug sich im sechsten Spielabschnitt auf Base und nutzte im Anschluss einen weiteren Treffer von Benjamin Hieronimi, um auzgleichen. Der spielentscheidende Knaller blieb dann Ryan Balan vorbehalten, der einen Pitch direkt über die Stadionbegrenzung hinausdrosch – 2:1 für Mainz. Die schwarzgekleideten Gäste blieben zwar am Drücker, aber letztlich zog sich die Mainzer Verteidigung in den letzten beiden Durchgängen zwei Mal wieder aus dem Sumpf, als Mannheim mit jeweils mit drei Runnern den Ausgleich auf dem Schläger hatte.

Das zweite Match hingegen schien ein richtiger Langweiler zu werden. Ryan Balan auf Mainzer Seite kam wie im Hinspiel in seinem Pitchereinsatz nicht richtig ins Spiel. Zwei Homeruns im ersten Durchgang durch die Gästeschläger Moritz Hählein und Tony Peay, und Mainz lief von Beginn an einem Drei-Punkte-Rückstand hinterher. Ein dummer Schnitzer im zweiten Durchgang, und Alex Janotta erhöhte auf 0:4. Mainz nutzte zwar mit Janusz Radicke und Ken Höfel ein schlechtes Mannheimer Inning, um auf 2:4 aufzuschließen, aber alle Hoffnung wurde von den vier Tornaods-Schlägen zertrümmert, mit denen der Rekordmeister postwendend wieder auf 2:7 davoneilte.

Das Spiel war gegessen, so zumindest schien es auch Greg Frady zu sehen, der nicht nur Jan Meyer für den uneffizienten Balan brachte, sondern den Kanadier dann auch noch aus der Offensive nahm – wohl als faire Geste gegenüber Jim Booth, der sonst als überzähliger Ausländer seine erste Base hätte verlassen müssen. So also in der Offensive geschwächt, hätte niemand mehr einen Pfifferling auf ein Comeback gewettet, erst recht nicht, als Billy Hess (per Homerun) und Simon Skalik die Gästeführung in den letzten beiden Durchgängen auf 2:9 ausbauten.

Doch ganz kampflos ergaben sich die A’s nicht: das mittlerweile fast nur nur noch aus Ersatzspielern bestehende Team kämpfte sich mit Homerununterstützung von Edward Martinez und Florian Arnold noch auf 8:9 heran, mehr aber konnten die Mainzer nicht mehr aus ihrer letzten Möglichkeit herausquetschen.

Durch die leistungsgerechte Siegteilung wird es nun noch mal spannend im Kampf um die Südmeisterschaft, denn Regensburg ist nach Niederlagen nun gleichauf mit den A’s.

Autor: Frank Helleken

19
Jun

Uschis Rückblick auf 10 Jahre Mainz Athletics Softball (1991-2001)

Es war einmal… im Herbst des Jahres 1991, als ein paar unerschrockene Mainzer Mädels keine Lust mehr darauf hatten, lediglich die Herren der Schöpfung beim Baseballspielen anzufeuern. Sie entschlossen sich, selbst den Ball zu fangen, zu werfen und zu schlagen.

Es fand das erste Training der Softball Damenmannschaft der Mainz A’s statt! Ein paar noch unerschrockenere Mainzer Herren erklärten sich bereit, besagten Damen die Grundlagen des Sports zu vermitteln.

Anfangs diskutierten wir:

  • warum müssen kleinere Frauenhände mit größeren Bällen werfen, die außerdem gar nicht so weit fliegen?
  • warum dürfen wir den Ball beim Pitchen nicht einfach von oben werfen, sondern müssen in einer aufwendig zu erlernenden Technik von unten werfen?

Wir haben uns dann doch auf die Vorteile dieser Variante des Baseballsports besonnen: kleineres Feld, also weniger weit laufen!

1992 nahmen die Mainzerinnen dann an der soeben gegründeten Verbandsliga in Rheinland-Pfalz teil. Jede durfte sich aussuchen, wo sie denn nun spielen wollte und schon standen wir alle etwas verkrampft auf dem Feld, verfluchten die soeben getroffene Wahl und hofften, der Ball möge einen selbst verfehlen und zu einer Teamkollegin geschlagen werden.
Kam dann doch der Ball in die eigene Richtung, wurde nicht lange überlegt. Jede versuchte den Ball so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Da kam es schon mal vor, dass aus Verzweiflung ein Ball vom Infield ins Outfield geworfen wurde oder vom Outfield gleich mal aus dem Spielfeld.

Trotz verzweifelten Zurufen von Trainern, völlig überforderten Scorern und Umpiren, gelang es den Mainzerinnen die erste Saison als Vizemeister abzuschließen.

Während der folgenden Saison 1993 hatten die Mainzerinnen weniger Glück im Spiel – was nicht zuletzt auch damit zusammenhing, dass nach und nach die Trainer ihren Job aufgaben und wir Spielerinnen allein versuchten, uns über Wasser zu halten (an dieser Stelle herzlichen Dank an Axel Wirth, der am längsten von allen durchgehalten hat).

So kam es nicht selten vor, dass sich morgens vor Spielbeginn sechs bis acht Spielerinnen trafen und auch nach mehrmaligem Durchzählen depremiert feststellten, dass da noch jemand fehlte. In verzweifelten Anrufaktionen versuchten wir, die eine oder andere Spielerin noch eben schnell zu mobilisieren. Dies gelang leider nicht immer. So zogen wir das ein oder andere Spiel schon mal zu acht durch und hofften auf bessere Zeiten.

Im Herbst 1993 war es dann soweit, Curt Gross fand uns – der Inbegriff eines Coaches und Trainers. In nur einem Jahr (die Saison 1994 war noch recht mühsam) schaffte er es, den kläglichen Haufen übriggebliebender Spielerinnen zu einem Team zu formen und neue Mitglieder zu akquirieren.
In der Saison 1995 schafften es die Mainzerinnen mit neuer Spielstrategie in der neu gegründeten Südwestliga wieder zum Vizemeister. Einziger Stolperstein war in diesem Jahr nur noch der Angstgegner Speyer Turtles. Aber selbst diese Herausvorderung sollte in den kommenden Jahren gemeistert werden!

1996 war es soweit. Wir kochten “Schildkrötensuppe”! In einem Spiel, das spannender nicht hätte sein können, ging es um die Reise zur Deutschen Meisterschaft nach Freising. Nach mehreren Führungswechseln schafften die Mainzerinnen am Ende den spektakulären 13:11 Sieg gegen Speyer und lösten ihr erstes Ticket zu einer Deutschen Meisterschaft.
Trotz Dauerregens und aufgeweichten Spielfeldern in Freising, gelang dem Team auf Anhieb der vierte Platz. Man kann sich die stolzen Mainzer Gesichter vorstellen.

Die Gewinnserie der Mainzerinnen riss in den folgenden zwei Saisons 1997 und 1998 nicht ab, sodass es noch zwei weitere Deutsche Meisterschaften zu spielen gab, auf denen das Team jeweils einen guten fünften Platz belegte. Mittlerweile war die Anzahl der Spielerinnen – dank des hervorragenden Coaches – soweit angestiegen, dass 1998 sogar ein zweites Softball-Team gegründet wurde.
Spektakulär waren die Spiele Mainz I gegen Mainz II. Da musste natürlich lange überlegt werden, wer an dem Tag in welchem Team spielt und wie die Springerinnen und Juniorinnen verteilt werden sollten. Die Pitcher wussten natürlich genauestens Bescheid, welche Spielerin gerne auf welche Pitches schwingt, aber doch nicht trifft und so wurden die Schwächen voll ausgereizt. Trotzdem sich die Teams gegenseitig nichts schenkten, behielt Mainz I am Ende immer die Oberhand.

1999 wurde der Softballsport dann in den Bundesliga-Status erhoben. Wir Mainzerinnen waren dabei und stolz darauf! Den ersten Double Header gegen Brauweiler konnte das Team splitten, sodass zunächst die Hoffnungen groß waren.
Im Laufe der Saison wurde allerdings klar, dass der Klassenunterschied zur Verbandsliga größer war als gedacht und die Mainzerinnen endeten im Tabellenkeller auf dem vorletzten Platz.
Dennoch konnte der Abstieg in der Relegation verhindert werden und wir hofften auf größere Erfolge in der kommenden Saison. Leider kündigte sich da allerings bereits der Weggang von Curt Gross an.

In der folgenden Saison 2000 konnte abermals nur durch die Relegation der Abstieg verhindert werden.
Die Saison 2001 erinnerte dann wieder eher an die Zeit von 1993: die beiden Teams schrumpften zu einem zusammen, das sich teilweise wieder zu acht am Spielfeld traf. Auch ein erhoffter Trainer-Nachfolger blieb aus. Einige Versuche mit Möchte-gern-Trainern, die uns nervös über das Feld jagten und während eines Spiels auf einmal verschwanden und nie wieder gesehen wurden, trugen nicht unbedingt zum Spielerfolg und zur Motivation bei.

Im Herbst 2001 stellten die Damen sich dann die Frage, ob die Mannschaft unter den bestehenden Bedingungen überhaupt den Verbleib in der Bundesliga in einer Relegation verteidigen sollte. Wäre es nicht besser, sich erst wieder in der Verbandsliga zusammenzuraufen und ein neues Team zuformen? Diese Frage wurde mit “JA” beantwortet und so hieß die kommende Saison wieder: Verbandsliga.

Das waren meine Erinnerungen an die Softball-Jahre 1991 bis 2001. Während dieser Zeit habe ich alle Höhen und Tiefen des Softballsports erlebt. Mein Bericht endet hier, weil ich nach 2001 zwei Saisons Auszeit brauchte.
Als Ausblick kann ich jedoch hinzufügen, dass ich seit dieser Saison 2004 wieder dabei bin! Wir haben wieder zwei Teams und einen herausragenden Coach und Trainer, plus einen Assistant-Coach – John Madden und Haro Heide. Also: Bundesliga voraus!

Autor: Uschi Chmiela

17
Jun

Das letzte reguläre Saisonspiel

Das letzte Heimspiel der regulären Baseballsaison ist die Mainz Athletics trotz der bereits erreichten Play-Off-Qualifikation ein ganz Entscheidendes: mit den Mannheim Tornados stellt sich am Samstag um 13 Uhr das Team vor, das dem Tabellenführer in der Hinrunde die erste Saisonniederlage zugefügt hat. Und: der Rekordmeister aus der Quadratestadt braucht als derzeitiger Vierter dringend selbst die Siege, um selbst in der Meisterrunde mit dabei zu sein. Es wird also kein leichtes Match für die Rheinhessen, die nach dem furiosen Start jetzt bei den Spielen gegen die ,,harten Brocken“ erwartungsgemäß auch Verluste hinnehmen mussten. Da die Konkurrenz aber ebenfalls nicht fehlerfrei blieb, wäre mit einem Doppelsieg gegen die Tornados mindestens der zweite Tabellenplatz so gut wie sicher, und auch die inoffzielle Südmeisterschaft wäre weiterhin in Reichweite.

Eine Bank in Punkto Siegen ist derzeit Ryan Balan: sowohl am Schlag als auch als Werfer ist er derzeit der erhoffte Leitwolf. Insbesondere gegen Mannheim hat der Kanadier noch eine Rechnung offen, denn im Hinspiel verließ der Linkshänder das einzige Mal in der laufenden Saison als Verlierer den Wurfhügel. Mittlerweile gut aklimatisiert dürfte Balan für die Gäste ein richtig schwerer Brocken sein, insbesondere in knappen Spielen scheint das Multitalent über sich hinaus zu wachsen. Probleme dagegen gibt es eher im ersten Match mit der Werferbenennung: Jan-Sören Meyer oder Manuel Möller – Trainer Greg Frady hat die Qual der Wahl, welcher der beiden Werfer gegen die Mannheimer beginnen wird. Möller zeigte sich in den letzten Spielen nicht mehr ganz so souverän wie zum Saisonauftakt, und Meyer fehlt aufgrund seiner Verletzung und Möllers Topform noch etwas die Spielpraxis. Dennoch versprechen sich die Mainzer viel vom Spiel gegen den langjährigen Dauerrivalen. Vor allem zwei Siege.

Autor: Frank Helleken

13
Jun

Verkraftbarer Split in Heidenheim: Mainz bleibt auf Nummer 1

Mit einer Siegteilung kamen die Mainz Athletics von ihrem Auswärtsspiel in Heidenheim zurück. Insbesondere die 2:3-Niederlage in der Verlängerung des ersten Spiels ist für die Trupper von Greg Frady ärgerlich. Da aber auch Verfolger Regensburg ein Spiel bei den Mannheim Tornados abgab, bleiben die Mainzer durch das 5:0 im zweiten Spiel weiter Tabellenführer.

“Es war schon ärgerlich, dass wir das erste Spiel verloren haben. Ich muss auch zugeben, dass wir alle noch ziemlich kaputt waren“, spielte Mannschaftskapitän Janusz Radicke auf das schwere Nachholspiel gegen Regensburg an, dass den Mainzern einen Nachteil gegenüber den spielfreien Gastgebern einbrachte. Die starteten auch gleich René Franke auf den Wurfhügel: Der Junge aus Brandenburg hielt die Mainzer schon im Hinspiel an der kurzen Leine, und diesmal war es nicht anders. Zwar war auch Athletics-Werfer Jan Meyer nicht schlecht, aber im ersten und vierten Durchgang kassierte der Bretzenheimer jeweils einen Run und so geriet die Offensive gleich unter Zugzwang.

Erst ein Homerun von Janusz Radicke beendete den Reigen der ungenutzten Möglichkeiten. Einen Durchgang später glich Ryan Balan aus, als er mit vollen Bases von einem Freilauf an Ken Höfel profitierte und so per Schiedsrichterorder die punktebringende Baseumrundung zugesprochen bekam. Am Ende nutzte es nichts, denn als Florian Arnold Jan Meyer im zehnten Inning ablöste, brachte er die Würfe nicht so rein, wie es der Unparteiische forderte und verlor das Spiel in der ersten Verlängerung.

Im zweiten Spiel besannen sich die Mainzer mit Ryan Balan auf dem Wurfhügel dann auf ihre Stärken. Der Amerikaner hielt ein „Zu-Null“, während er per Homerun mit Edward Martinez auf der Base gleich mit 2:0 ins Spiel ging. Im nächsten Schlagrecht erhöhte wieder Balan auf 3:0 – diesmal schlug ihn Benjamin Hieronimi nach Hause. Im dritten Durchgang folgte das 4:0, das Edward Martinez nach seinem Drei-Base-Schlag und einem weiteren Hit von Florian Arnold markierte. Fast identisch stellte Martinez dann im fünften Spielabschnitt auf einen Arnold-Schlag dann den nie gefährdeten 5:0-Endstand aus Mainzer Sicht her.

Spiel 1  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 R
MAI      0 0 0 0 0 1 1 0 0 0  2
HEI      1 0 0 1 0 0 0 0 0 1  3

Spiel 2  1 2 3 4 5 6 7 R
MAI      2 1 1 0 1 0 0 5
HEI      0 0 0 0 0 0 0 0

Autor: Frank Helleken

13
Jun

A’s-Jugend zieht Hornissen den Stachel

Zum Rückspiel gegen den Tabellenzweiten aus Saarlouis fuhren die Mainzer Jungs am Sonntag, den 13.06.04 mit der Hoffnung auch auf der Heimfahrt noch Tabellenführer zu sein.

Groß war der Respekt vor den jungen Hornissen nach dem Hinrundenspiel in Mainz, nach dem Mainz schon zurücklag, konnten sie sich nur noch herankämpfen, weil der zweite Pitcher der Hornets nicht die Qualität des Starting-Pitchers hatte und am Ende trotz schwacher Schlagleistung noch ein knapper Sieg für die Gutenbergstädter haraussprang.

Hochmotiviert starteten die Mainzer am Schlag und brachten mit Basehits schnell zwei Läufer aus Feld doch die ausgeschlafene Abwehr der Saarländer verhinderte die Aus im Feld. Im Gegenzug hatten die Gastgeber mehr Glück, sie brachten mit 2 Hits zwei Runner nach hause.
Im zweiten Spielabschnitt ließen die beiden Startingpitcher, Julius Spann und Michael Kratz jeweils nur einen Run zu. Ab dem dritten Inning lief dann plötzlich alles bei den Grüngelben, agressives Baserunning forderte Fehler der Verteidigung heraus, welche dann auch prompt ausgenutzt wurden. Run für Run brachten sich die jungen Athleten in Führung und bauten sie aus bis zum 4:11 nach dem 5.Inning. Inning 6 schien schon das Ende des Spiels zu sein, doch mit drei relativ schnellen Aus wurde dies 5 Minuten vor Zeitablauf beendet und das 7. Inning musste begonnen werden. Das war offenbar zuviel für den Reliever der Hornissen, J. Lason, denn er brachte die Bälle kaum noch in die Strikezone. Er veranstaltete ein wahres Walk-Festival. Bis ihn Trainer, Tom Gapp, von seiner Aufgabe erlöste hatten bereits 10 Mainzer die Homeplate überquert. Im Nachschlagrecht konnte die Mainzer Abwehr nochmal mit drei schnellen Aus glänzen. Besonders zu erwähnen ist der kleine Nicolas Weichert(12 Jahre) der in seinem zweiten Jugendeinsatz an mehreren schönen Plays Anteil hatte.

Nun sind die Weichen für die DM-Teilnahme gestellt, doch sollten die jungen A’s trotzdem nichts mehr anbrennen lassen und auch die restlichen Spiele gegen Trier und Neustadt gewinnen. Die Begegnungen Büchenbeuren und Saarbrücken sollten Pflichtsiege darstellen.

Autor: Ricarda Hinderkopf

13
Jun

Athletinnen werden von Geiern gerupft

Eine mehr als schwache Leistung zeigte die Softballmannschaft im DBV-Pokal Viertelfinale gegen die Dreieich Vultures. Mit 10:0 gingen die Athletinnen unter. Miserables Defensiv-Spiel und eine nicht vorhandene Offensive beendeten das Spiel vorzeitig nach dem fünften Spielabschnitt.
Im ersten Abschnitt sprang weder für die Athletinnen noch für die Vultures etwas Zählbares raus. Die Geier aus Hessen machten direkt die ersten drei Schlagfrauen aus, und auch die Mainzerinnen um ihre Werferin Siska Adams behielten trotz Läufer auf dem zweiten und dritten Base einen kühlen Kopf und beendeten das Schlagrecht der Hessen ohne Gegenpunkt. Dann folgte jedoch der Einbruch der Gonsenheimerinnen. In der Offensive blieben sie gegen die durchaus schlagbare Rhena Landefeld weiter ohne Erfolg. Feldspielfehler, einige mentale Fehler sowie ein guter Schlag brachten einer völlig konzeptlosen Mainzer Abwehr fünf Gegenpunkte. Für die Athletics schafften es im gesamten Match nur drei Spielerinnen sich ins Spiel zu bringen. Jennifer Allard strandete jedoch auf dem Kissen und konnte von ihren Teamkameradinnen nicht nach Hause geholt werden. Christina Hübner und Constanze Taube kamen durch einen Feldspielfehler beziehungsweise den einzigen Treffer des Spieles ins auf die Bases, waren jedoch nach Fehlern in ihrem Laufspiel leichte Beute für die Abwehr der Hessen. Diese punkteten konstant weiter, und somit holte ein weiter Opferschlag von Yvonne Meuer Rhena Landefeld zum zehnten Punkt über die Platte. Dieser beendete das Spiel vorzeitig und lässt sie nun zur Endrunde des DBV-Pokals nach Mannheim fahren. Die Athletinnen hingegen werden nach diesem Spiel konzentriert an ihrer Defensivleistung arbeiten müssen, um unnötige Fehler wie in diesem Spiel künftig zu vermeiden.

Es spielten: Julia Kleinbub (SS); Jenny Allard (3B/RF); Katharina Eckmann (RF)/Uschi Chmiela (P); Siska Adams (P/3B); Constanze Taube (1B); Christina Hübner (CF); Birgit Eisenbeis (LF); Isabell Schreiber (C) ; Nina Theis (2B).

Autor: Birgit Eisenbeis