Archiv für August 2004

26
Aug

2004 – Auszeichnungen für AAAs Player

Was sich leider noch nicht oft genug in Siegen für die AAA´s wiederspiegelt, findet nach Abschluß der Saison 2004 mit der Auszeichnung zweier Teammitglieder bei den diesjährigen Player Awards seine kontinuierliche Fortsetzung in den Spielerstatistiken.

In der Premieren-Saison 2001 konnten sich mit Olaf Boldt als 3. und Peter Sternbeck als 19. lediglich 2 Spieler der AAA´s in der TOP 30 MVP (Most Valuable Player) Wertung plazieren. Bei dieser Auszeichnung werden alle persönlichen Offensiv und Defensiv Statistiken der einzelnen Spieler und Spielerinnen bewertet, um den WERTVOLLSTEN SPIELER (MVP) der Saison zu ermitteln. Im Jahr 2002 wurde Olaf Boldt nach starken Leistungen MVP und BEST BATTER (Schlagmann) der Softball Mixed Liga Gruppe Ost, Peter Sternbeck konnte sich als 21. ebenfalls noch in der TOP 30 Wertung plazieren. Einen weiteren Schub gab es dann in 2003. Mit gleich 6 Spielern waren die AAA´s bei den TOP 30 dabei. Bestplazierter Mainzer war hier Jürgen Hinderkopf als 5. gewesen.

In der abgelaufenen Saison 2004 wurde Jürgen Hinderkopf aufgrund seiner sehr guten Statistiken BEST BATTER und BEST FIELDER der Softball Mixed Liga Gruppe A. Bei der Auszeichnung zum MVP 2004 wurde er noch vom Mainzer Spielertrainer Uli Pings abgefangen. Mit den ersten beiden Plätzen und Peter Sternbeck sowie Olaf Boldt an den Positionen 5 und 6 katapultierten sich damit gleich vier AAA´s in die diesjährige TOP 10! Theo Jenniskens als 12. und Karolin Bullmann an Position 23 vervollständigten das starke Mannschaftsergebnis.

Glückwunsch an alle AAA´s für eine gute Saison 2004 und ein lautes EXTRA-”Eijoohooo” an Karo Bullmann, die als 1. Spielerin der AAA´s Einzug in die TOP 30 gehalten hat. Weiter so!

Autor: Uli Pings

22
Aug

Im Halbfinale ausgeschieden

Auch in der 13. Bundesligasaison zerplatzte der Traum vom Finale für die Mainz Athletics. Mit zwei Niederlagen bei den Fürth Pirates (3:4 und 0:3) verabschiedeten sich die Bundesligabaseballer aus der Gutenbergstadt aus dem Meisterschaftsrennen und hatten am Ende sogar verdient das Nachsehen. ,,Fürth war heute eine Nummer stärker, das muss man leider sagen“, gab Interimstrainer Stephan Kaus zu. Er und Marc Wiedmaier sprangen für Erfolgscoach Greg Frady in die Bresche, doch an ihnen hat es wirklich nicht gelegen. Irgendwie, so scheint es, waren die Gastgeber auf den Punkt fit, während die Mainzer überhaupt nicht ins Spiel kamen. ,,Letztes Wochenende haben wir mit Pech verloren, heute haben die Fürther verdient gewonnen. Otto war superstark und Mattson hat nichts anbrennen lassen“, so Kaus in seiner Kurzanalyse. Dass der Amerikaner Rob Mattson eine harte Nuss werden würde, war den Grüngelben klar, doch dass ausgerechnet der langjährige Mainzer Michael Otto seine Ex-Teamkollegen aus dem Meisterschaftsrennen warf, war nicht zu erwarten. Zumindest im Hinspiel agierte der großwüchsige Pitcher übernervös, doch diesmal hatte er seine Emotionen unter Kontrolle.

Anders als die Mainzer, bei denen Manuel Möller sich erst mal ins Spiel beißen musste. Bis das klappte, sah er sich bereits im Hintertreffen. Ein Run im zweiten Durchgang setzten die Mainzer durch Martinez und Balan zwei Runs entgegen, doch dann fing sich der Gonsenheimer direkt einen zwei-Run-Homerun ein – 2:3 aus Mainzer Sicht. Danach schwiegen lange Zeit die Schläger – Möller fing sich und Otto spulte sein Programm ab. „Er ist wirklich ein starker Pitcher“, entgegnete sogar der Mainzer Star Ryan Balan seinen Respekt. „Er hat dafür gesorgt, dass unsere Schläge am Boden bleiben.“ Und dort wurden sie ein gefundenes Fressen der Fürther Verteidigung. Erst im achten Schlagrecht glichen die Mainzer durch eben jenen Balan aus, den Janusz Radicke mit einem weiten Schlag um die Bases brachte. Mit einem Aus wäre da noch was drin gewesen, doch auch Florian Arnold, im Hinspiel noch mit zwei Homeruns herausragender Athlet, überwand das Fürther Bollwerk nicht.

Stattdessen versetzte Fürth den Mainzern im letzten Inning das K.O. und das sogar ohne einen richtigen Schlag. Vielleicht passte es einfach zum Mainzer Spiel, dass Siegbringer James Whiting zunächst per Freilauf ins Spiel kam und letztlich aufgrund eines Verteidigungsfehlers die Homeplate erreichte.

Whiting war es dann auch, der als erster Ryan Balans Pitchingkünste mit einem Zwei-Base-Schlag konterte. Manabu Kuramochi brachte Whiting zum 1:0 nach Hause und erhöhte mit Volker Lang im dritten Inning auf 3:0. Das reichte dem Fürther Werfer Rob Mattson, um die Mainzer zu dominieren. „Wir konnten uns auf die Würfe überhaupt nicht einstellen“, meinte Balan. „Die Fürther Pitcher haben uns immer auf dem falschen Fuß erwischt.“ Echte Chancen gab es nur im zweiten und dritten Schlagrecht, als die Mainzer je mit zwei Läufern drohten. Aber an manchen Tagen klappt einfach nichts – zu dumm, wenn es so kurz vor dem ersehnten Finale ist. Für die Athletics geht eine verheißungsvolle und phasenweise optimale Saison zu Ende. Für Martin Kipphan war die Saison trotzdem ,,spitze. Weil wir gezeigt haben, wie erfolgreich man sein kann, wenn man als Team auftritt. Wir hatten nie Zoff und uns immer gut verstanden.“ Diese positive Grundstimmung prägte nicht zuletzt Greg Frady, der im Rahmen des Machbaren und unter Berücksichtigung des Kaders mehr als das Soll erfüllt hatte. Immerhin fiel mit Jan Sören Mayer einer der besten deutschen Pitcher fast die ganze Saison aus, verletzte sich Edward Martinez, musste Jim Booth frühzeitig zurück in die USA und am Ende auch Trainer Greg Frady frühzeitig abreisen. Doch wenn man so weit kommt, will man eben mehr, und so trösten Gründe nicht über das Ausscheiden hinweg.

Wie in den letzten Jahren bleibt nur noch die Hoffnung, dass eins der drei Jugendteams mit einer Deutschen Meisterschaft die Trophäensammlung der Mainzer wieder auffüllt – in der Bundesliga heißt es: Warten auf den nächsten Frühling.

Spiel 1  1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
MAI      0 0 2 0 0 0 0 1 0 3 2 2
FUR      0 1 2 0 0 0 0 0 1 4 5 1

Spiel 2  1 2 3 4 5 6 7 R H E
MAI      0 0 0 0 0 0 0 0 4 0
FÜR      1 0 2 0 0 0 x 3 6 3

Autor: Frank Helleken

21
Aug

Mit zwei Siegen erfolgreiche Saison beendet

Mit zwei Siegen beendet die erste Softball-Mannschaft der Mainz Athletics die Saison mit 28:2 Siegen und dem Meistertitel der Verbandsliga Hessen/Südwest. Mit zwei deutlichen Siegen gegen die Saarlouis Hornets (15:0, 16:0) beendeten sie die überaus erfolgreiche Verbandsliga-Runde und konzentrieren sich von nun an auf die anstehende Relegation für die 1. Bundesliga.

Spiel 1:

Zwei Punkte durch Sonja Dressler und Julia Kleinbub konnten die Athletinnen zu Beginn des Spieles vorlegen, bevor sie erstmals in die Defensive mussten. Dort erwartete die Hornets aus dem Saarland eine mal wieder gut aufgelegte Uschi Chmiela. Lediglich ein Feldspielfehler sowie ein Hit von Daniela Lambert ließen Hornets auf die Bases, jedoch gelang es keiner von ihnen diese zu umrunden. Weitere fünf Punkte konnten die Athletinnen dann im nächsten Spielabschnitt erzielen. Nina Theis begann die Punktejagd für die Athletinnen, und zwei Walks, einen Fehler sowie zwei Treffer später stand es schon 7:0 aus Sicht der Mainzer. Eine weiterhin sichere Defensive sowie insgesamt acht Punkt in den Abschnitten drei und vier sorgten für einen ruhigen und den heißen Temperaturen angemessenen Arbeitssieg der Gonsenheimerinnen. Besonders hervorzuheben ist der schöne 2RBI- Single von Manuela Pings sowie ein 2RBI Double von Siska Adams. Zuverlässigste Frau in der Offensive waren Sonja Dressler und Julia Kleinbub, die fast die Hälft aller Runs zusammen erliefen. Auch Uschi Chmiela zeigte ein weiteres Mal eine überragende Leistung, in dem sie keinen einzigen Run zuließ. Im zweiten Inning gelang es ihr sogar alle drei Schlagleute nacheinander mit einem Strike-Out auf die Bank zurückzuschicken.

Es spielten: Sonja Dressler (C, 4 Runs), Julia Kleinbub (SS, 3 Runs); Manuela Pings (LF, 1 Run); Siska Adams (3B, 1 Run); Constanze Taube (1B); Nina Theis (2B, 2 Runs); Birgit Eisenbeis (CF, 1 Run); Lisa Theis (RF, 2 Runs); Uschi Chmiela (P, 1 Run).

Spiel 2:

Das zweite Spiel knöpfte nahtlos an das erste Spiel an: Bei heißen Temperaturen ließen es die Athletics ruhig angehen, spulten dabei jedoch souverän ihr Programm ab. Diesmal gelang es ihnen gleich zu Beginn des Spieles einen klaren Vorsprung zu erarbeiten. Gegen die neue Saarlouiser Werferin Daniela Lambert gelangen ihnen gleich sechs Runs. Nach zwei weiteren Runs musste Lambert verletzungsbedingt ausgewechselt werden, und Steffi Kratz, die bereits das erste Spiel geworfen hatte, kehrte auf den Rubber zurück. Zunächst bekam sie auch die Situation in den Griff und ließ keine weiteren Punkte zu. Indes blieb die Hornets Offensive auch gegen die Mainzer Werferin Siska Adams farblos. Lediglich drei Hits ließ sie im gesamten Spiel zu, und nur Nora Kiefer erreichte mit der zweiten Base wenigstens die Scoring Position. Im nächsten Spielabschnitt konnte jedoch auch Steffi Kratz die Athletinnen nicht mehr unter Kontrolle halten- insgesamt acht Punkte konnten die Rheinhessinnen hier erzielen. Das schien den Hornissen sowie den Gästen aus Mainz zu reichen, und die nächsten 1 ½ Innings erzielten beide Teams keine Punkte mehr. Siska Adams und ihr Infield beendeten das Spiel konzentriert mit einem Ground-Out, einem Strike-Out und einem Fly-Out.

Nach diesen zwei Siegen und dem Ende der Ligarunde gilt die volle Konzentration der Grün-Gelben um ihren Coach Haro Heide nun der Bundesliga-Relegation im Oktober. Im Training bereiten sie sich in den kommenden zwei Monaten intensiv darauf vor, die dritte Erstliga-Mannschaft in Mainz zu werden.

Es spielten: Sonja Dressler (C, 3 Runs); Julia Kleinbub (3B, 3 Runs); Manuela Pings (LF, 3 Runs); Siska Adams (P, 1 Run); Constanze Taube (1B, 1 Run); Nina Theis (CF, 2 Runs); Birgit Eisenbeis (2B, 2 Runs); Giovanna Cacciatore (RF), Uschi Chmiela (SS, 1 Run).

Autorin: Birgit Eisenbeis

20
Aug

Mit Selbstvertrauen in die Halbfinal-Rückspiele

“Wir sind das bessere Team, das wissen wir und wir haben fast die Verpflichtung, das Finale zu erreichen“ – was Alper Bozkurt, zweiter Basemann der Mainz Athletics, vor den Rückspielen im Halbfinale um die Deutsche Baseballmeisterschaft sagt, fühlen die meisten seiner Mitspieler. Eins zu eins steht es in der Semifinalrunde gegen die Fürth Pirates, und die Ausgangslage ist klar definiert: die Mainzer müssen mindestens ein Match beim Doppelspieltag am Samstag bei den Bayern gewinnen. Dann können sie notfalls am Sonntag vor eigenem Publikum mit dem dritten erforderlichen Sieg den größten Erfolg in der Athletics-Vereinsgeschichte – das Erreichen des Endspiels – unter Dach und Fach zu bringen. Besser noch wäre natürlich ein Doppelerfolg in der Kleeblattstadt, doch Bozkurt geht es zunächst um das erste Spiel: “Wenn wir das gewinnen, ist der ganze Druck weg.”

Etwas Unruhe kam natürlich ins Team, als Trainer Greg Frady Hals über Kopf in die USA abreiste. “Greg hat sich bei uns entschuldigt und gesagt, dass es ihm unendlich leid tue.” Aber letztlich war es Wirbelsturm Charly, der bei dem Mann aus Florida einiges durcheinander brachte. Geplant war der Wechsel Fradys an die renomierte US-Universität Georgia State nach dem Saisonende – so weit so gut. Dann aber gab es noch einen Krankheitsfall in der Familie und mit dem Hausverkauf klappte es nicht so wie es sollte. Zu guter Letzt brach dann alles zusammen, als mit Wirbelsturm Charly unklar war, wo der Container mit seinem ganzen Hausrat gelandet war – so entstand für die Athletics eine Situation, die sie schon mehrmals erlebt hatten: vor den wichtigsten Saisonspielen trainerlos zu sein. So wie die Zeichen stehen, werden die Veteranen Marc Wiedmaier und Stephan Kaus versuchen, das Team ins Finale zu führen. Sie leiteten bereits das erste Training ohne Frady, dessen erster Auftritt ,,Ich will Meister werden“ die ganze Saison prägte. Das Team sprach sich eindeutig für die Beiden aus. Die neue Situation ist für Bozkurt kein Nachteil: “Jetzt haben wir Spieler die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen. Wir sind ein echtes Team geworden, brauchen keine Leitwölfe. Und wir können nicht schlechter spielen als letztes Wochenende. Da haben wir ein Spiel gewonnen und das zweite erst in der Verlängerung verloren.“
Alles wird wieder auf das Duell Manuel Möller gegen gegen Ex-Mainzer Michael Otto hinaus laufen, und im zweiten Spiel werden sich die Werfer Ryan Balan sowie Rob Mattson messen.

Sollten sich beide Teams wieder unentschieden trennen, so fällt die Entscheidung am Sonntag ab 13 Uhr im Sandflora-Stadion (Karlsbader Straße). In diesem Falle, so Hartmut Schäfer, wird etwas improvisiert werden. Der Präsident verkündete freien Eintritt im Falle des Entscheidungsspieles, um mit möglichst großer Fanunterstützung das Projekt “Endspiel“ voranzutreiben. Wie die A’s sich in Fürth schlagen und ob es das Entscheidungspiel am Sonntag geben wird, können alle Baseballinteressierten ab Samstagabend im Internet unter www.mainz-athletics.de oder www.baseballbundesliga.de nachlesen.

Autor: Frank Helleken

14
Aug

Siegteilung im Halbfinale um die Baseballmeisterschaft

Ohne Zweifel: es war mehr drin für die Mainz Athletics als die 12:4- und 2:3-Siegteilung im Halbfinale um die deutsche Baseballmeisterschaft gegen die Fürth Pirates. Erst in der Verlängerung mussten sich die Mainzer den Gästen geschlagen geben. Damit haben beide Teams am kommenden Samstag die Chance, mit zwei weiteren Erfolgen das Finale zu erreichen. Im Falle einer abermaligen Siegteilung würde die Entscheidung erst am Sonntag am 13 Uhr in Mainz fallen.

Trotz der Heimpremiere von Mainz 05 bekamen die Mainzer Baseballer auch hochrangige Unterstützung für das Semifinale: Oberbürgermeister Jens Beutel sowie die Bundestagsabgeordneten Ute Granold und Michael Hartmann drückten den Grüngelben die Daumen, die einen Sieg schon vor dem Start eingefahren hatten: mit dem „Grünen Band“ wurden die Mainzer schon zum zweiten Mal in ihrer jungen Vereinsgeschichte für ihre Nachwuchsarbeit ausgezeichnet – jetzt sollten endlich die Senioren folgen.
Die machten gleich zum Auftakt mächtig Druck und punkteten mit Alper Bozkurt und Ryan Balan gleich im Auftaktinning. Der Doppelschlag hielt bis zum vierten Inning, als eine Reihe von Fehlern die Bayern zurück ins Spiel brachte. Die Folge: drei unnötige Punkte brachten Werfer Manuel Möller in Verlegenheit, der sich mit dem Ex-Mainzer Michael Otto messen musste. Otto startete für die Gäste, weil der Profi tim Henkenjohann nun doch nicht in seinen Sommerferien in den Endkampf um die Meisterschaft eingreifen darf – er war zum Stichtag noch nicht bei den Pirates gemeldet. So spielten also die Teams gegeneinander, die sich auch aus den regulären Saisonspielen her kannten. Und da waren es die bekannten Namen, die das Spiel eins zu Gunsten der Mainzer im sechsten Durchgang wendeten. Janusz Radicke kam mit einem Treffer auf die erste Base, und dann ging es Schlag auf Schag: Florian Arnold, Benjamin Hieronimi, Ken Höfel und Martin Kipphan schafften allesamt die komplette Umrundung der vier Bases und erbeuteten so eine 7:3-Führung. Die verteidigte Möller auf dem Wurfhügel mit insgesamt zehn Strikeouts, während Fürth für Otto dann Phlipp Dresel ins Spiel brachte. Der konnte allerdings gegen die in Fahrt kommenden Mainzer nichts ausrichten, bei denen Florian Arnold einen würdigen Schlussstrich unter die erste Partie zog: mit einem Grand-Slam-Homerun, der vier Runs für die Gutenbergstädter einbrachte, kamen die Mainzer am Ende auf zwölf Zähler. Fürth brachte es derweil nur auf vier Punkte und wurde im letzten Durchgang dann ebenfalls von Arnold – diesmal als Pitcher – aus dem ersten Spiel geworfen.

Im zweiten Spiel lieferten sich die Pitcher Ryan Balan und Rob Mattson ein spannendes Werferduell, in dem sich keins der beiden Teams absetzen konnte. Einen 0:1-Rückstand konterten die Mainzer im zweiten Durchgang mit noch einem Arnold-Homerun und einem weiteren Zähler durch Ken Höfel. Ein Wurffehler des sonst so sicheren, aber leicht verletzten, Shortstop Edward Martinez brachte im vierten Durchgang dann den Ausgleich für die Gäste. Martinez signalisierte, dass es nicht mehr ging, und so kam Kristof Brockmann für den Dominikaner. Der machte seine Sache gut, aber in der Offensive fehlte die Schlagkraft Martinez natürlich. Gegen Mattson kamen die A’s nicht mehr richtig in Fahrt, und da auch Balan seinen Gegnern kaum Chancen ließ, ging es dann in die Verlängerung. Die nutzte dann der Fürther Rob Mattson mit einem fast schon missglückten Schlag, der unerreichbar zwischen In- und Outfield aufsprang. Der pfeilschnelle Manabu Kuramochi ersprintete dann die Führung für die Freibeuter, die am Ende auch den Sieg bedeutete.

,,Das war ärgerlich – es war mehr drin. Dafür versuchen wir, in Fürth beide Spiele zu gewinnen“, zeigte sich Teamkapitän Janusz Radicke ein wenig frustriert. Einer konnte trotzdem zufrieden sein mit dem Tag – Florian Arnold: ,,Endlich habe ich meine Form gefunden – zur richtigen Zeit. Wir werden in Fürth alles geben.“

Ein weiteres Handicap mussten die Mainzer allerdings noch einstecken: Aus persönlichen Gründen reist Trainer Greg Frady bereits in der kommenden Woche nach Florida und wird den Mainzern an der Seitenlinie. Wer sich in Fürth für die Aufstellung verantwortlich zeigt, ist noch unklar, bedeutet für Präsident Hartmut Schäfer nicht unbedingt eine Schwächung: ,,Greg Frady hat eine große Arbeit geleistet. Die Jungs wissen, was sie zu tun haben.“

Autor: Frank Helleken

10
Aug

Bundesliga-Halbfinale am Samstag – Athletics müssen gegen Fürth ran

Drei Siege zum großen Ziel – für die Mainz Athletics geht es gegen die Fürth Pirates am Samstag um vieles. Nach einer langen und bislang erfolgreichen Saison war die Chance noch nie größer, ins Finale um die deutsche Baseballmeisterschaft einzuziehen. Doch bevor die Grüngelben den größten Erfolg in ihrer Vereinsgeschichte bejubeln können, müssen sie noch die Fürth Pirates aus dem Weg räumen. Und das wird schwer genug, denn die Piraten waren in der abgelaufenen Saison das einzige Team, das die Mainzer an einem Tag zwei Mal schlagen konnten. Das war am letzten Spieltag der regulären Saison, und diese schmerzliche Niederlage dürfte allen Athletics-Spielern noch präsent sein. Da tröstet es nur wenig, dass die Gutenbergstädter die Hinspiele beide für sich entscheiden konnten.

Jetzt werden die Karten neu gemischt und die A’s wollen unbedingt mit zwei Siegen aus den Startlöchern kommen, wie es ihnen auch im Viertelfinale gegen die Solingen Alligators geglückt ist. Immerhin ist der Halbfinalgegner ein Team aus dem Süden – vielleicht ein gutes Omen, denn bislang flogen die Mainzer immer nur dann aus dem Rennen, wenn sie gegen ein Team aus der Nordgruppe antreten mussten. Doch in diesem Jahr scheint die Südliga erstmals stärker, denn außer dem amtierenden Meister Paderborn flogen alle Nordklubs in der ersten Play-Off-Runde raus.

Doch ehe sich die Mainzer mit den Paderborn Untouchables oder den Regensburg Legionären beschäftigen dürfen, bleiben zunächst die Spiele gegen die Franken. Den zwei Partien in Mainz folgt eine Woche später Woche mindestens ein Spiel in der Kleeblattstadt. Sollte dann noch keins der beiden Teams den nötigen dritten Sieg eingefahren haben, findet noch am gleichen Tag ein viertes Match statt. Ein eventuelles fünftes Spiel widerum würde dann in Mainz ausgetragen, um den Finalisten zu suchen.

Autor: Frank Helleken

01
Aug

Erster Loss für schlagschwache Mainzerinnen

Nach 26 Siegen in Folge hat es auch die Damenmannschaft der Mainz Athletics erwischt. Gegen die Speyer Turtles verloren die Lady Athletics die erste Partie mit 11:9, um im zweiten Spiel dann mit 17:7 die Oberhand zu behalten.

Spiel 1:

Die ersten beiden Spielabschnitte sollten sich im Nachhinein als spiel entscheidend erweisen. Eine desolate Mainzer Defensive wurde von einer putzmunteren Speyerer Offensive mit drei Punkten im ersten und fünf Punkten im zweiten Spielabschnitt begrüßt. Das Feld um Werferin Siska Adams stand dabei sehr unsicher und ließ bei einfachen Plays die gewohnte Routine vermissen. So wurden Bälle zu ungenau geworfen und es wurde oft zu verhalten der Versuch gemacht, einen Ball zu fangen. Die Vorderpfälzer nutzten dies frech Aus und konnten mit einer bequemen 8:0 Führung das Spiel dominieren. Erst im vierten Spielabschnitt zeigte sich die vorher nicht vorhandene A’s Offensive, als Siska Adams und Birgit Eisenbeis die ersten Baseumrundungen gelangen. Als im nächsten Spielabschnitt weitere Vier folgten, witterten die Athletinnen endlich eine Siegeschance. Gegen die mittlerweile für Adams auf den Mound gekommene Julia Kleinbub gelangen den Turtles zwei weitere Runs, auf die die endlich gewohnt aggressiven Grün-Gelben mit drei weiteren Punkten antworteten. Doch da war es bereits zu spät. Die Schildkröten punkteten ein weiteres Mal, und obwohl Constanze Taube im Nachschlag noch durch einen Walk auf Base kam beendeten drei Groundouts das Spiel und bedeuteten gleichzeitig die erste Saisonniederlage für die Grün-Gelben. Diese Niederlage haben die Athletics vor allem einer nicht vorhandenen Offensive zu verdanken, die die Fehler im Feldspiel normal ausgeglichen hätte. Doch gegen Claudia Brozka fanden die Athletinnen zu keiner Zeit wirklich ins Spiel. Die Athletics traten zwar stark ersatzgeschwächt an- neben Pitcherin Uschi Chmiela (Urlaub) und Centerfielderin Christina Hübner (Klausuren) fielen auch Giovanna Cacciatore, Isabel Schreiber und Katharina Eckmann wegen Verletzung, bzw. Krankheit aus- doch dies sollte keine Entschuldigung für die unterdurchschnittliche Leistung der meisten Spielerinnen sein. Ein Lob verdienen sich aber die beiden Rookies Franzi Mottok und Lisa Theis, die bei ihrem ersten Einsatz in der ersten Mannschaft keinen Respekt zeigten und mit drei Punkten zum Spiel beitrugen.

Es spielten:
Sonja Dressler (C, 1 Run), Julia Kleinbub (SS, 1 Run), Birgit Eisenbeis (CF, 2 Runs), Siska Adams (P/SS, 1 Run); Constanze Taube (1B), Nina Theis (2B), Jenny Allard (3B); Franzi Mottok (LF, 1 Run); Lisa Theis (RF, 2 Runs).

Spiel 2:

Das zweite Spiel begann genauso wie das erste: Die Gonsenheimerinnen taten sich gegen Claudia Brozka weiterhin schwer, während die Turtles munter schlugen und so Fehler auf Seiten der Mainzerinnen provozierten. So sahen sich die A’s Mitte des dritten Spielabschnitts mit 0:6 wieder mit einem deutlichen Rückstand konfrontiert. Doch nun musste die Werferin der Turtles nach neun geworfenen Innings den Mound für die neue Werferin Melanie Becker räumen. Diese hatte große Probleme mit ihrer Kontrolle und ließ durch Walks und Hits direkt vier Punkte zu. Im nächsten Abschnitt gelang es den Athletics die Speyerer ohne Punkte zu halten und ihrerseits wieder vier zu erzielen. Dann wurde Becker wiederum von Steffi Pietsch auf dem Mound abgelöst. Diese hatte noch größere Probleme. Einem Turtles-Punkt zu Beginn des fünften Innings setzten die Mainzerinnen zehn eigene entgegen. Ein 2-RBI Triple von der nun wieder auf ShortStop spielenden Julia Kleinbub beendete das Spiel vorzeitig durch die Ten-Run-Rule. Doch auch mit diesem Spiel können die Athletinnen nicht zufrieden sein- einzig die Regelung, dass ein Werfer nur 9 Innings eines Doubleheaders werfen darf ließ sie schwachen und unerfahrenen Werfern gegenübertreten und deren Schwächen ausnutzen. Ein Lob haben sich lediglich Lisa Theis und Marina Schäfer verdient. Die beiden Springer aus der Landesliga Mannschaft punkten vier bzw. drei Mal und somit mehr als ihre älteren und erfahreneren Teamkolleginnen.

Es spielten:
Sonja Dressler (C, 3 Runs); Julia Kleinbub (P/3B, 2 Runs); Birgit Eisenbeis (2B, 2 Runs); Siska Adams (SS/P, 1 Run), Constanze Taube (1B, 1 Run); Nina Theis (CF); Jenny Allard (3B, 1 Run)/Franzi Mottok (LF, 1 Run); Marina Schäfer (LF/CF, 3 Runs); Lisa Theis (RF, 4 Runs)

Autorin: Birgit Eisenbeis