Archiv für October 2005

11
Oct

Rhein-Main-Liga Finale 2005

Es war – und da wollen wir mal ehrlich sein – eigentlich nicht so die Saison des FanTeams. Bißchen Schlendrian hier, bißchen Schlendrian da. Und schon stand der amtierende Meister der Rhein-Main-Liga auf Tabellenplatz drei. Aber es geschehen doch noch Wunder: Die FanTeamer holten dennoch im Abschluß-Turnier in Darmstadt die Vize-Meisterschaft.

Der Gegner der Vorrunde war der Tabellenführer. Nicht gerade der Lieblingsgegner. Aber wie hätte es anders kommen sollen – es waren wieder mal die Dreieich Vultures. Die ließen das Spiel erst mal locker angehen. So’n bisschen siegessicher sah das aus. Das ändere sich, als die A’s durch einen Singlerun und einen Homer von Thomas plötzlich 4:0 vorne lagen. Plate-Conference der Dreieicher, Outfiled-Conference der Dreieicher. Man kam sich schon vor wie bei „Vera am Vormittag“. Talkshow zuende, Dreieich wechselte im nächsten Inning alles ein, was Hit- und Runverdächtig war. Der Verdacht bestätigte sich. Plus wieder mal so’n paar Errorchen der Mainzer – es hieß auf einmal nur noch 9:7. Bei Bases loaded und zwei Out für Dreieich. Pitch. Hit. Popup. Luftalarm für 3rd Base Scholli. Beide Richtung Foulline – der Ball und der Mann. Handschuh hoch. Mann, warum dauerte das nur so lange. Das waren 3 Stunden. Mindestens. Ball drin in der Tüte, Dreieich draußen. Finale.

Und das sah gegen die Gastgeber Darmstadt Whippets gar nicht mal so schlecht aus. Am Anfang jedenfalls. 7:4 im vierten Inning – da war der Meistertitel zum Greifen nah. 8:6 im fünften. das ging auch noch. Aber dann ging gar nichts mehr. Außer der Produktion von Errors. Zwei reichten – und schon waren die Träume von der Titelverteidigung geplatzt wie die Kaugummi-Blase eines MLB-Spielers. 10:8. Es war knapp. Glückwunsch, Darmstadt.

Autor: Stefan Fiuk

06
Oct

Mainz Athletics verteidigen Südwest-Pokal

Der 11:4-Erfolg bei den Saarlouis Hornets am Tag der Deutschen Einheit bedeutete für die Mainz Athletics nicht nur die erfolgreiche Verteidigung des SWBSV-Pokals, sondern gleichzeitig auch das Saisonende 2005 für alle Baseball-Teams der Grün-Gelben.

Florian Arnold begann für Mainz auf dem Mound und sah sich Hornets mit Alu-Keulen gegenüber. Die Saarländer wollten wohl beim auch für sie letzten Saisonspiel noch etwas für die ganz persönliche Schlagstatistik tun. Catcher Thorsten Dehm machte davon auch gleich im ersten Spielabschnitt Gebrauch und wuchtete den Ball über den Outfieldzaun zum 1:0. Während die Hornets in der Folge den Vorsprung noch auf 2:0 ausbauten, konnten die Athletics, die durchgängig mit Holz schlugen, selbst bei den mitgereisten Junioren machte Zeke Mitchem keine Ausnahme, zwar immer wieder Läufer auf Base bringen – für die punktebringende vollständige Umrundung sollte es aber zunächst nicht reichen.

Bis ins sechste Inning blieb der Spielstand unverändert, bevor die Athletics endlich ein Rezept gegen Craig Pycock gefunden hatten. Zwei Punkte bedeuteten den zwischenzeitlichen Ausgleich. Im folgenden Inning konnten die Mainzer dann die Führung übernehmen, die sie bis zum Schluß nicht mehr hergeben sollten. Pycock sah sich einer entfesselten Mainzer Offensive gegenüber, fünf Läufer umrundeten alle Bases in diesem Spielabschnitt, Max Boldt besorgte mit seinem Triple bei bases loaded allein drei davon. Saarlouis bäumte sich noch einmal auf. Ein Two-Run-Homerun brachte das 4:7 aus Sicht der Gastgeber und beendete den Arbeitstag für Arnold. Für ihn kam Boldt, gegen den die Hornets keinen Punkt mehr machen sollten, während die Mainzer ihrerseits noch für etwas Bewegung auf dem Scoreboard sorgten, bevor die Partie nach regulären neun Innings an die Gutenbergstäder ging.<