Archiv für August 2006

31
Aug

Halbfinale in der Mainzer Sandflora

Am vergangenen Wochenende ist die zweitlängste Siegesserie einer Mannschaft zu Ende gegangen, wenn es um den Gewinn der Deutschen Meisterschaft geht: Mit den Paderborn Untouchables, die, in zwar knappen Spielen, am Ende den Heidenheim Heideköpfen glatt in 3:0 Spielen unterlagen, ist der amtierende Meister bereits raus.

Damit kann die Helmig-Truppe auch nicht mehr mit den Mannheim Tornados gleichziehen und den sechsten Titelgewinn in Folge verbuchen. Den Quadratstädtern gelang dies von 1984 bis 1989.

Aber auch andere Serien werden in dieser Postseason noch zu Ende gehen. Nicht die der Bonn Capitals, für die mal wieder das Viertelfinale die Endstation symbolisiert. Aber auch die anderen Nordteams bissen sich an den Südvertretern die Zähne aus, lediglich die Solingen Alligators konnten sich gegen Saarlouis behaupten. Sollte Heidenheim auch gegen den Nordmeister den längeren Atem haben, würden sich im Finale zwei Südteams gegenüberstehen. Ein historisches Ereignis, dessen letzten Vorkommnis die Geschichtsbücher nicht hergeben. Was aber eher an mangelnder Protokollierung liegen dürfte.

Das andere Halbfinale wird von zwei Südteams bestritten, auf der einen Seite die Regensburg Legionäre, die sich fast ungefährdet die Meisterschaft im Süden gesich-ert haben und in der regulären Saison nur zwei Partien verloren geben mussten. Eine gegen Gauting, was für so manches Stirnrunzeln gesorgt hatte und eine auf der Mainzer
Sandflora. Und auch die anderen Partien der Oberpfälzer hätten mit etwas mehr Glück auf Seiten der Gutenbergstädter anders ausgehen können.

Für die Bayern ist damit noch lange nichts in trockenen Tüchern, zumal auf der anderen Seite mit den Mainz Athletics ein Team steht, das im Laufe der Saison von Headcoach Zeke Mitchem zu einer perfekten Einheit geformt wurde und das mittlerweile schnurrt wie ein gut eingestellter Motor.

Und das man immer noch einen Gang zulegen kann, das haben die Grün-Gelben in Bonn gezeigt, wo der Nordzweite sich schon quasi im Halbfinale wähnte, am Ende aber zweimal als Verlierer vom Platz ging und damit einen Schlußstrich unter die Saison 2006 ziehen konnte.

Denn man hatte den Siegeswillen und Kampfgeist der Athletics gehörig unterschätzt, dem nicht einmal selbsternannte Sieggaranten wie der Australier Mark Kearny etwas entgegensetzen konnten. Und die Mainzer werden auch in den Halbfinalsspielen gegen Regensburg alles daran setzen, am Ende die Oberhand zu behalten, um eine andere Serie zu beenden:

In 15 Jahren Bundesliga-zugehörigkeit standen die Mainz Athletics noch keinmal in einem Finale um die deutsche Meisterschaft. Aber warum sollte es nicht ausgerechnet im 13. Jahr, in dem man ununterbrochen die Playoffs erreicht hat, klappen?

Andernfalls würde nämlich die Serie der Legionäre reißen. Erst im zwölften Jahr im Baseball-Oberhaus ist das die Gemeinsamkeit der beiden Halbfinalisten: Auch an der Donau gab es noch nie ein Finale zu sehen.

Autor: Matt Slovig

29
Aug

Nachholsspiel gegen die Hornets

Am kommenden Sonntag heisst es früh aufstehen für die Damenmannschaft der Mainz Athletics. Bereits um 10:00 Uhr empfangen sie die Saarlouis Hornets zum Nachholspiel des wegen Regen abgebrochenen Doubleheaders vom 22.07. Damals wurden die Grün-Gelben mitten in ihrer Aufholjagd von einem starken Gewitter gebremst, so dass die erste Partie des Spieltages mit 8:5 an die Saarländerinnen ging.
Coach Susana Eisleben kann dabei fast auf einen kompletten Kader zurückgreifen, lediglich Birgit Eisenbeis (Beruflich verhindert) sowie der Langzeit-Ausfall Manuela Pings (Schwangerschaft) werden nicht dabei sein. Nach dem Damen-Spiel findet auf dem Feld die Regionalliga-Begegnung Mainz II – Erbach statt.

29
Aug

Mainz Athletics ziehen ins Halbfinale ein!

Seine Zahlen lesen sich beeindruckend: Von neun Spielen, die er als Pitcher begann, verließ er nach sieben Innings acht mal den Platz als Sieger. Nur gegen das Überflieger-Team im Norden, die Solingen Alligators, zog er am Ende den kürzeren. Seit vergangenen Samstag hat er eine weitere Niederlage auf seinem Konto, die vielleicht schwerste seiner Karriere: Gegen die Mainz Athletics und einen überragenden Florian Arnold. Die Rede ist von dem Mann, den die Bonner selbstsicher als den „Sieggaranten schlechthin” bezeichnet haben: Mark Kearny. Die Bundesliga-Baseballer aus der Gutenbergstadt haben ihn geknackt und sich mit zwei Siegen auf fremden Boden den Halbfinalseinzug erkämpft.

Dass der Australier nicht unantastbar ist hatten die Grün-Gelben schon in der Vorwoche an der Sandflora unter Beweis gestellt. Lange hatten die Mainzer Kearny Paroli geboten, den Sieg quasi auf dem  Schläger, aber selbst der nicht geahndete Ausraster des Mannes von Down Under konnte am Ende den Sieg für die Bundesstädter nicht verhindern.
Und auch diese Woche glaubten sich die Bonner auf der Siegerstraße, schließlich hatten die Mainzer nach dem Ausfall von Ray Rodriguez wieder keinen ausländischen Pitcher im Gepäck. Aber sie hatten den Siegeswillen der von Headcoach Zeke Mitchem perfekt eingestellten Truppe gehörig unterschätzt.

Florian Arnold war wieder der Gegenpart  von Kearny auf Mainzer Seite und der Gonsenheimer wuchs im Verlauf der Partie über sich hinaus. Beide Pitcher hatten die gegnerischen Schlagleute über die komplette, reguläre Distanz im Griff und so ging es beim Stand von 0:0 in die Verlängerung. Und die eröffnete Sascha Lutz mit einem Paukenschlag. Sein Schlag ins Outfield der Rheinaue wurde von Centerfielder Cody Crossman gehörig unterschätzt, der Mainzer lief bis zum dritten Base und auf einen Opferflugball von Raef Hobbs-Brows schließlich zum vielumjubelten 1:0 nach Hause.

Florian Arnold hingegen die Nerven und die Angriffsbemühungen der Bonner wie auch schon die Spielabschnitte vorher kurz, beendete mit einem Strikeout gegen Christian Nsien die Partie, warf damit die Bonner aus dem Wettbewerb und machte den Halbfinalseinzug für die Mainzer perfekt.

Den Grundstein dafür hatten die Gutenbergstädter bereits in der ersten Partie des Tages gelegt. Auch wenn Tim Henkenjohann, der Ex-US-Profi im Dress der Bonner, einen besseren Tag erwischte als noch vor  Wochenfrist in Mainz, sah er sich schnell einem 3:0 Rückstand gegenüber. Im Gegensatz zum Hinspiel blieben die Capitals aber im Spiel, verkürzten den Vorsprung zusehends, um im fünften Inning zunächst den Ausgleich und kurz darauf die Führung zu erlaufen.

>Aber auch die Mainzer steckten nicht auf, unterstüzten Manuel Möller auf dem Hügel mit entsprechendem Runsupport, sowohl gegen Henkenjohann als auch gegen den für ihn gekommenen Mirko Heid. Zum erneuten Drehen der Partie sollte es aber zunächst nicht reichen. Das gelang den Athletics erst im neunten und letzten Inning. Der Auswechslung von Heid sollte sich für die Chatelle-Truppe als am Ende falscher Fehler  erweisen: Dennis Buchholz, der in Mainz noch die Offensivbemühungen der Grün-Gelben einigermaßen im Zaum halten konnte, nachdem aus dem Mainzer Angriff der frühen Führung gegen Henkenjohann in der Vorwoche etwas die Luft raus war, traf diesmal auf hochmotivierte Mainzer Schlagleute, gegen die auch Claus-Jan Hendricks bestenfalls schlimmeres, aber nicht den Verlust der Führung verhindern konnte. 

Max Boldt, der mittlerweile für Möller vom Mound aus agierte, erstickte die Angriffsbehmühungen der Bonner hingegen im Keim und machte damit den 11:8-Sieg für Mainz perfekt. Nach dem überraschenden, aber verdienten Einzug in die Vorschlußrunde geht es bereits am 2. September mit Bundesliga-Baseball auf der Mainzer Sandflora weiter. Spielbeginn ist wie immer um 13 Uhr auf dem Baseballplatz an der Karlsbader Straße. Zu Gast sind dann die Regensburg Legionäre, die sich erst im fünften Spiel gegen die Cologne Cardinals durchsetzen konnten.

Autor: Matt Slovig

21
Aug

Sigeteilung

Friedlich mit einem Split trennten sich die Mainz Athletics von den Bonn Capitals in den ersten beiden Begegnungen des Viertelfinals um die Deutsche Meisterschaft.

Dabei hatte Bonn den definitiv schlechteren Start. Ex US-Profi Tim Henkenjohann gab gleich zu Beginn gegen Bryan Moore einen Dobule ab, der nur durch den hohen Leftfieldzaun der Mainzer Sandflora daran gehindert wurde, das Spielfeld zu verlassen. Nach einem perfekten Bunt durch Daisuke Ikenaga scorte dieser den ersten Punkt für die Grün-Gelben, einen Fehler des Bonner Shortstops Jason Pasma ausnutzen. Das sollte erst der Anfang eines wahren Punktereigens sein. Henkenjohann, sichtlich aus dem Konzept gebracht, gab zahlreiche Hits und Walks ab und erst nachdem sechs Mainzer alle Bases umrundet hatten, hatte Bonns Head Coach Lionel Chatelle Erbarmen mit ihm und beorderte Dennis Buchholz auf den Mound. Aber auch der konnte nicht verhindern, das von Henkenjohann auf Base zurückgelassenen Florian Arnold und Ulli Wermuth den Vorsprung der Mainzer weiter ausbauen konnten. In der Folge ließen es die Gutenbergstädter ruhiger angehen und verwalteten routiniert die komfortable Führung, während sich Bonns Angriff ein ums andere Mal an einem glänzend aufgelegten Manuel Möller die Zähne ausbiss. Erst im vierten Inning musste er den ersten Gegenpunkt hinnehmen. Es sollte der einzige für ihn bleiben. Und während Bonn in der Folge nicht mehr über das erste Base hinauskam bescherte die Mainzer Offensive mit weiteren Punkten dem Gonsenheimer einen verkürzten Arbeitstag, da die Partie beim Stand von 11:1 im siebten Inning für Mainz bereits im Sack war.

Wesentlich spannender gestaltete sich die zweite Partie. Anstelle des verletzten Ray Rodriguez, der für den Rest der Saison ausfällt, begann Florian Arnold auf dem Hügel, musste aber bereits im ersten Inning einen Run hinnehmen, während der Australier Mark Kearny von der Mainzer Offensive zunächst nicht ernsthaft in Verlegenheit gebracht werden konnte. In der Folge hielt auch Arnold die Bonner Angriffsbemühungen auf Sparflamme, musste aber zwei Innings später weitere Runs passieren lassen. Die Antwort zum zwischenzeitlichen 3:0 folgte auf dem Fuße, Ikenaga erlief nach einem Opferschlag von Raef Hobbs-Brown den Anschlusstreffer. Der Australier im Dress der A’s sollte es auch sein, der noch einmal kurzzeitig die Hoffnung auf einen Doppelsieg aufkommen ließ. Sein Homerun gegen Landsmann Kearny brachte auch noch den auf Base befindlichen Joel Rodriguez mit nach Hause. Kearny, mit der Gesamtsituation sichtlich unzufrieden, warf Janusz Radicke ab und sorgte, nachdem er seinem Unmut zuvor deutlich sichtbar zum Ausdruck gebracht hatte, mit dieser Aktion für ein Bench Clearing. Die Situation wurde vom Umpiregespann rasch geklärt, Kearny durfte aber trotzdem weiter seinen Dienst vom Mound aus verrichten und kam schlussendlich ohne weiteren Gegenpunkt aus dem Inning. Moore, der in der Zwischenzeit für Arnold vom Wurfhügel aus agierte, erging es da deutlich schlechter. Der Amerikaner haderte zusehends mit seiner Kontrolle, wurde aber erst von Raef Hobbs-Brown abgelöst, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Zwei Runs hatten die Bonner für sich verbuchen können, welche die Mainzer im letzten verbleibenden Schlagrecht weder egalisieren noch überbieten konnten, womit die Partie am Ende mit 5:3 an die Bunsstädter ging.

Am nächsten Samstag stehen die Rückspiele in Bonn auf dem Programm, ein Doppelsieg eines der beiden Teams würde den Halbfinaleinzug bedeuten, ein Split wie heute würde ein Entscheidungsspiel erfordern, das direkt am darauffolgenden Sonntag ausgetragen werden würde. Mit zwei Siegen heute wäre die Aufgabe am nächsten Wochenende einfacher geworden für die Truppe um Head Coach Zeke Mitchem, aber gerade das zweite Spiel, das zu Gunsten beider Beteiligten hätte ausgehen können, hat gezeigt, dass die Athletics auch ersatzgeschwächt in der Lage sind, konkurrenzfähigen Baseball aufs Parkett zu legen. Die Serie bleibt auf jeden Fall spannend.

Autor: Matt Slovig

18
Aug

Athletinnen beim All-Star-Game

Nachdem dass Softball-Team der Mainz Athletics in letzter Zeit einige Niederlagen erleiden musste, können sich einige Mitglieder des Teams auf einen zwanglosen Softball-Tag freuen. Am 27.08. finden die All-Star-Games der Landes- und Verbandsliga statt.

Zunächst stellen die Grün-Gelben mit Jenny Allard, Isa Schreiber, Nina Theis und Lisa Theis vier Spielerinnen im Landesliga-Team des SWBSV. Danach durfen Katharina Eckmann, Siska Adams, Jenny Allard und Birgit Eisenbeis für die „Großen“ ran.

Im Ligabetrieb geht es regulär erst am 17.09. weiter, wenn die Mainzerinnen ihr letztes reguläres Ligaspiel gegen Darmstadt spielen. Diese Verschnaufpause kommt den vom Verletzungspech gebeutelten Mainzerinnen gerade recht, war es doch in letzter Zeit fast unmöglich eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu stellen.

18
Aug

Viertelfinale Mainz Athletics vs. Bonn Capitals

Nach dem Doppelsieg der Heidenheim Heideköpfe am vergangenen Wochenende in Gauting haben sich diese noch an den A’s vorbei auf Platz zwei der Südtabelle geschoben und so treffen die Grün-Gelben im Viertelfinale auf die Bonn Capitals, dem Zweiten aus dem Norden. Historisch gesehen auf jeden Fall ein guter Gegner für das Team um Head-Coach Zeke Mitchem, haben die Athletics in der Runde der besten Acht doch noch nie gegen die Rheinländer verloren und konnten zuletzt im Vorjahr das Aufeinandertreffen für sich entscheiden.

Und nachdem ein mögliches fünftes, die Best-of-5-Series entscheidendes Spiel beim Besserplatzierten, in dem Fall also den Bonn Capitals, ausgetragen werden würde, gilt es, sich zu Hause eine möglichst gute Ausgangsposition für die Rückspiele in der letzten Augustwoche zu sichern.

Während sich im Rest der Republik das Wetter nach einem mäßigen August langsam wieder zum besseren wendet, wollen sich aber die dunklen Wolken über der Mainzer Sandflora nicht verziehen.

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Ray Rodriguez, Martin Kipphan und Julian Aufenanger reiht sich jetzt auch Youngster Max Boldt in die Schlange vor dem Lazaret ein und reißt eine weitere Lücke in der ohnehin schon arg in Mitleidenschaft gezogenen Pitchingrotation.

Somit lastet die Verantwortung für Spiel zwei auf dem verblieben Pitchingstaff und für Florian Arnold, Peter Ackerman und Dominik Maric gilt es, ebenso wie für Manuel Möller, die gegnerische Defense im Zaum zu halten, die im Nordvergleich auf dem vierten Platz rangiert und damit die schlechteste Offensive aller für die Playoffs qualifizierten Nordteams darstellt.

Dahingegen zählt das Bonner Pitching, gegen das sich der Mainzer Angriff wird behaupten müssen, zum besten der Liga, mit dem Australier Mark Kearny und dem Ex-US-Profi Tim Henkenjohann stellen die Bundesstädter gleich zwei der fünf besten Pitcher.

Wobei die Vergleiche zwischen den Nord- und Südstatistiken wie jedes Jahr hinken, fehlt doch die Vergleichbarkeit des Zahlenwerkes während der Saison. Was sie wirklich wert sind wird sich erst nach dem Spieltag zeigen.

Auf jeden Fall werden auch ersatzgeschwächte Mainzer den Bonnern einen heißen Tanz bereiten, denn jetzt, wo die Karten neu gemischt sind, ist für jede Mannschaft wieder alles drin.

Autor: Matt Slovig

11
Aug

Doppelsiege gegen Mannheim, aber geschwächt in die Play-offs

Mit einem Doppelsieg gegen die Mannheim Tornados haben die Mainz Athletics die reguläre Saison in der 1. Bundesliga Süd beendet. Damit war vor allem im ersten Spiel der deutsche Rekordmeister eher ein Sturm im Wasserglas denn ein Wirbelsturm. Bereits im ersten Inning sahen sich die Mannen von Spielertrainer Billy Hess vom Mainzer Angriff überrannt, Bryan Moore war erster und letzter Schlagmann des Abschnitts und dazwischen lagen fünf Punkte für die Grün-Gelben.

Auch in der Folge fand der für Mannheim werfende Andrew Bean kein Rezept gegen
die Gutenbergstädter, im vierten Inning schließlich brach er vollends ein und wurde nach dem Grand-Slam-Homerun durch Sascha Lutz von Jan Rüssel abgelöst. Der kam besser mit den Mainzer Schlagleuten zurecht, ließ in der Folge keine Punkte mehr zu, aber für Heldentaten war es zu diesem Zeitpunkt bereits zuspät. Lutz Homerun hatte die Punkte acht bis elf in diesem Inning nach Hause gebracht. Aufsummiert standen bei den Mainz Athletics damit nach vier Spielabschnitten 18 Punkte zu Buche, während Manuel Möller auf Mainzer Seite einmal mehr seine Leistung unter Beweis stellte und lediglich im zweiten und im siebten Spielabschnitt einen Gegenpunkt hinnehmen musste. Verrechnet mit der Habenseite ergab sich damit eine 16-Punkte-Führung für die Mainzer, was zum vorzeitigen Spielabbruch nach sieben Innings führte.

Die zweite Partie gestaltete sich ausgeglichener und Mannheim konnte, Profit aus einem Feldspielfehler der Mainzer, bereits im ersten Inning in Führung gehen. Die Antwort der Grün-Gelben ließ nicht lange auf sich warten, Max Boldt’s Schlag im zweiten Innning brachte mit Raef Hobbs-Brown den wichtigen Ausgleich nach Hause. Moore nutzte im folgenden Spielabschnitt einen Unaufmerksamkeit des Mannheimer Catchers und erlief die Führung. Diese sollte allerdings nur bis zum fünften Inning Bestand haben: Der Versuch, nach einem Schlag ins Rightfield die Runner auf Base am dritten Base zu halten, mislang und statt einer erhofften Bases-Loaded-Situation hatte Mannheim zwei Punkte gescort und damit die Führung wieder übernommen, bevor Ray Rodriguez und seine Hintermannschaft das Inning beenden konnten. Die Antwort folgte auf dem Fuße, Moores Single sollte nur der Auftakt zum offensiv stärksten Inning der Grün-Gelben in diesem Spiel werden. Zunächst brachte Lutz den Second Baseman der Mainzer zum Ausgleich nach Hause, um kurz darauf selbst von Benjamin Hieronimi zur Führung heimgeschlagen zu werden. Der Double von Boldt schließlich legte noch zwei Punkte drauf, Joel Rodriguez und Hobbs-Brown konnten scoren, und brach damit den Mannheimern um Pitcher Shawn Morrison endgültig das Genick. Diese hatten in der Folge nichts mehr entgegenzusetzen, womit die Partie am Ende mit 7:3 ebenfalls an die Mainzer ging.

Die Athletics haben mit einer überzeugenden Leistung gegen Mannheim gezeigt, das sie für die Playoffs gerüstet sind. Wie es dort weiter geht steht derzeit noch in den Sternen und möglicherweise eher in der Würm, das letzte Spiel der regulären Saison, bei dem die Heidenheim Heideköpfe im Würmtal-Ballpark der Gauting Indians antreten müssen, entscheidet über die Platzierungen in der Spitzengruppe im Süden. Nach der überraschenden Niederlage gegen Tübingen am Wochenende dürfen die Alb-Baseball in Gauting keinmal mehr patzen, wollen sie den zweiten Tabellenplatz nicht noch aufs Spiel setzen. Vom Ausgang dieser Begegnung ist auch die finale Platzierung der Mainz Athletics abhängig und so läßt sich erst nach dem 12. August sagen, ob am 19. oder 26. August auf der Mainzer Sandflora gespielt wird. Und gegen wen.ie Mainz Athletics starten.

Sicher ist aber das die Mainz Athletics ohne ihren ausländischen Pitcher Ray Rodriguez in die Playoffs gehen müssen. Der New Yorker hat sich verletzt und steht für den Rest der Saison nicht zur Verfügung.

Auch der zuletzt für Paderborn spielende Ex-Mainzer Michael Otto wird in der Saison 2006 nicht für die Gutenbergstädter auflaufen.

Autor: Matt Slovig

04
Aug

Diesen Samstag letztes Heimspiel vor den Play-offs

Auch wenn noch nicht alle Platzierungen in der 1. Bundesliga in Stein gemeiselt sind, das große Stühlerücken ist vorbei, die Teilnehmer für die Playoffs stehen mittlerweile fest.

Wie im Norden klafft auch im Süden eine deutliche Lücke zwischen den Playoff-Teams und denen, die in die Abstiegsrunde müssen. Während die Top-Teams allesamt deutlich mehr als zehn Siege verbuchen konnten, reicht es für die übrigen derzeit bei keinem für ein zweistelliges Ergebnis bei den gewonnen Spielen, auch wenn im Süden noch zwei Teams Chancen haben, das zu erreichen.

Und genau das zu verhindern, wenn es um die Mannheim Tornados geht, muss am kommenden Samstag, dem letzten Spieltag der regulären Saison, das Ziel der Mainz Athletics sein, um sich noch minimale rechnerische Chancen auf den zweiten Tabellenplatz zu erhalten. Der ist aber für die Mitchem-Truppe nicht mehr ohne Schützenhilfe von Gauting und Tübingen zu erreichen. Heidenheim müsste in den vier verbleibenden Spielen, die Baseballer von der Ostalb haben in der Folgewoche noch ein Nachholspiel in Gauting zu bestreiten, zwei Partien abgeben, um, einen Doppelsieg der Mainzer gegen Mannheim vorausgesetzt, doch noch vom Thron des Vizemeisters gestoßen zu werden.

Das es für die Grün-Gelben kein Zuckerschlecken werden wird, dafür sorgt die prekäre Situation im Tabellenkeller. Keines der Teams ist derzeit abgeschrieben, wenn es um Liga Nummer 1 geht, auch wenn für die Fürth Pirates, die nach den beiden Niederlagen gegen Mainz (1:13, 8:14) am vergangenen Wochenende auch gegen Heidenheim (4:29, 0:14) kein Land sahen, das Wasser unter dem Kiel langsam knapp werden dürfte. Mannheim wird alles daran setzen, den Abstand zu den in Lauerstellung befindlichen Tübingen Hawks zu vergrößern, um sich eine bestmögliche Ausgangsposition für die Abstiegsrunde zu erarbeiten. Kein Spaziergang also für die Mainzer, die aber diese Saison bereits in Mannheim gezeigt haben, das zwei Siege gegen die Wirbelwinde durchaus drin sind.

Auch im Norden stehen die Platzierungen bislang nur auf den Plätzen eins und vier fest. Derweil könnte sich Paderborn noch an Bonn vorbeischieben, wenn die Bonner mindestens ein Spiel gegen Hamburg verlieren. Nicht zuletzt aber weil am Rhein und nicht an der Alster gespielt wird, glaubt daran so recht keiner, schon zu Hause war für die Hanseaten nichts zu holen und somit dürfte der Klassiker Bonn – Mainz die wahrscheinlichste Viertelfinalsbegegnung sein.

Autor: Matt Slovig