Max Boldt ist doch noch auf den WM-Zug aufgesprungen und wird mit der deutschen Nationalmannschaft zu den Titelkämpfen nach Panama (1. bis 15. Oktober) fahren. Dabei hatte das Eigengewächs der A’s eigentlich schon mit dieser Saison abgeschlossen. Schließlich waren die Mainzer im Play-off-Viertelfinale an den Solingen Alligators gescheitert. Und eigentlich hatte Bundestrainer Greg Frady Boldt auch schon eine Absage erteilt. „Ich hatte im Vorfeld mit ihm ein Gespräch und habe ihm gesagt, dass ich nur wenig Zeit haben wegen meines Studiums. Wenig später kam dann die Absage“, erinnert sich Boldt. Umso überraschter war der Allrounder als vor wenigen Tagen sein Telefon klingelte und der DBV ihm mitteilte, dass er doch nominiert worden ist. „Damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet. So etwas lasse ich mir natürlich auch nicht nehmen“, sagt Boldt. „Denn eine höhere Ehre kann man als Baseballer in Deutschland ja nicht bekommen.“

Jetzt muss Max Boldt nur noch wieder in Form kommen. „In letzter Zeit haben wir nicht so viel trainiert, weil die Saison ja eigentlich vorbei war“, sagt Boldt. „Nun muss ich wieder intensiv trainieren und Gas geben, um nochmal in Form zu kommen.“ Für welche Rolle im Konzept von Frady vorgesehen ist, weiß Boldt auch noch nicht, weil er selbst nicht mit dem Bundestrainer gesprochen hat. „Ich denke mal, ich werde wie in den vergangenen Turnieren überall aushelfen“, sagt Boldt. „Meine Stärke ist ja, dass ich alles ein bisschen kann.“

Die deutsche Gruppe mit Rekordweltmeister Kuba, Europameister Italien, Südkorea, Australien, Venezuela, die Dominikanische Republik und Nicaragua schätzt Boldt als sehr schwer ein. „Aber bei einer WM ist jeder Gegner sehr stark. Wir müssen probieren unseren besten Baseball zu spielen und dann schauen, zu was es reicht.“