Durch den Erfolg im spannenden Spiel gegen Bayern wurde die Südwestauswahl mit vielen Mainzer Nachwuchsspielern Dritter beim Länderpokal.

Ein erfolgreiches Wochenende war es für etliche Spieler aus unserem Nachwuchs in Bonn: Beim Junioren-Länderpokal wurde die Südwestauswahl Dritter. Neben zwei Wormsern und vier Mann der Saarlouis Hornets waren 13 Mainzer im Team unseres ehemaligen Cheftrainers Ulli Wermuth und seiner Assistenten Ben Briggs und Daniel Salzmann: Eric Keller aus der Bundesligamannschaft, Caelan Sullivan als einziger Jugendspieler und elf Mann aus dem Zweitligateam.

Nationalität
ger GER
Position
Pitcher
Catcher
Alter
20
B/T
R/R
Größe
176
Gewicht
85
„Fünfter, Sechster werden wir sonst“, sagte Wermuth. „Wir haben oft das Halbfinale verpasst, haben es auch mal erreicht, aber noch nie eine Medaille gewinnen können. Der SWBSV gehört halt zu den kleinsten Landesverbänden in Deutschland. Der dritte Platz ist ein großer Erfolg für uns“ – unter erschwerten Bedingungen: Das ganze Wochenende lang tobte ein Magen-Darm-Virus durch die Mannschaft. „Einigen Spielern ging es ziemlich schlecht“, sagte der Coach. „Es sind auch nicht alle zum Einsatz gekommen.“

Die erste gute Nachricht gab es schon in der Auslosung: „Wir hatten das Glück, in der kleineren Gruppe zu sein“, erklärte Wermuth, mit den Gruppenfavoriten aus Nordrhein-Westfalen und dem Lokalrivalen Hessen. „Für Rheinland-Pfälzer ist es immer ganz nett, die zu schlagen, sagte der Coach. Mit einer starken Mannschaftsleistung gelang es: 7:5, immerhin gegen ein Team, in dem mit Joe Cedano, Jan Fabricius und Ken Koch drei Bundesligaspieler aus Bad Homburg spielen.

Mit dem zweiten Gruppenspiel, das die Hessen gegen Nordrhein-Westfalen 0:10 verloren, stand die Halbfinal-Qualifikation schon fest. „Wir hätten gerne den ersten Platz der Gruppe belegt, um dem späteren Turniersieger aus dem Weg zu gehen“, sagte Wermuth, „aber Nordrhein-Westfalen war eine Nummer zu groß. Die waren einfach besser, gegen ihr sehr gutes Pitching konnten wir nichts ausrichten.“ Das Ergebnis: 0:15.

Also ging’s im Halbfinale gegen Baden-Württemberg, gegen ein mit den Bundesligaspielern Simon Liedtke (Heidenheim), Jonas von Bergen, Matthias Schmitt und Jannik Denz (alle Stuttgart) außerordentlich stark besetztes Team. „Wir lagen hinten, haben ausgeglichen, waren in Führung, haben die Führung abgegeben, im siebten Inning wieder ausgeglichen – das war eine ganz große Mannschaftsleistung im Halbfinale!“, schwärmte Wermuth – aber am Ende durch einen Walkoff-Hit eine 6:7-Niederlage. „Und dann“, so Wermuth weiter, „haben wir die formale Weltmacht Bayern geschlagen.“

Eine Neuauflage des 2016er-Finales der Deutschen Jugendmeisterschaft war’s nicht. Auf Südwestseite waren acht Mann unseres Meisterteams dabei, bei den Bayern jedoch nur ein paar aus dem Regensburger Team jenes Abends im Oktober. Bis ins siebte Inning führte das SWBSV-Team 5:4, dann drehten die Bayern die Partie zum 6:5, dann drehte Wermuths Team es wieder zum 7:6 zurück. „Doubles von Jerome Noso und Luis Meven“, sagte Wermuth, „und mit einem Passed Ball haben wir gewonnen.“ cka / Fotos: Tanja Szidat, Petra Paulus

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