Yannic Wildenhain geht erstmals in der Saison 2019 als Starter auf dem Mound

Mit der immer besseren Infrastruktur in der Bundesliga wird es zunehmend zum Standard, keine Doubleheader zu spielen, sondern den Spieltag aufzuteilen. So gesehen sind schon die morgigen Spiele in Ulm – um 12 Uhr geht es los, unser Team reist bereits heute abend an – ein bisschen ungewohnt und dennoch der letzte normale Spieltag, ehe es stressig wird: Am folgenden Wochenende geht es zweimal gegen Mannheim, bereits am Mittwoch darauf spielen wir in Haar, am Freitag in Heidenheim, sechs Spiele in neun Tagen. Auch als Vorbereitung darauf führt Max Boldt die Rotation seiner Pitcher weiter.

Nationalität
ger GER
Position
Pitcher
Alter
20
B/T
R/R
Größe
186
Gewicht
95
Zum Saisonauftakt waren Lennard Stöcklin und Thomas Fitzgerald die Starter. In Stuttgart Stöcklin und Tim Stahlmann. Vorige Woche gegen Saarlouis begannen Stahlmann und Fitzgerald die Spiele. Den Spieltag in Ulm startet: Keiner von ihnen. „Man muss mal gucken, wie der Plan aufgeht“, sagt Max Boldt, „aber Yannic Wildenhain wird das erste Spiel starten. Er hat seine zwei Reliever-Einsätze gut gemacht und ich denke, dass wir mit ihm Ulm schlagen können.“ Wie es dann weitergeht, wird sich zeigen. „Ich hoffe, er gibt uns sechs, sieben gute Innings und wir machen relativ viele Punkte“, sagt Boldt, denn dann können im Idealfall Timmy Kotowski, Mike Otto und die jungen Nachrücker den Rest erledigen. Und mit drei etablierten, frischen Startern hätte unser Coach die freie Auswahl fürs zweite Spiel.

Die, glaubt Boldt, wird er brauchen. „Wenn man sich die bisherigen Ergebnisse anguckt, erwartet uns kein Superpitching im ersten Spiel“, sagt unser Coach – Ulm kassierte 19 Runs gegen Mannheim, 12 gegen Regensburg, 15 gegen Stuttgart, schaffte selbst insgesamt elf Runs in diesen drei Spielen, zu wenige, um auch nur eins davon zu gewinnen. Der Starter Aarón León Méndez wurde zweimal früh und einmal nach fünf Innings ausgewechselt und hat einen hochgerechneten Durchschnitt von über 24 Earned Runs pro neun Innings. In der Ulmer Offensive tauchen ein paar erfahrene Spieler auf, darunter die ehemaligen Heidenheimer Lukas Antoniuk und Efthimios Flüge sowie der langjährige Mannheimer Luis Santa Cruz. „Ich habe volles Vertrauen, dass wir das Spiel gewinnen können“, sagt Boldt.

Die schwerere Aufgabe sieht unser Coach nämlich in der zweiten Partie. An Carlos Parra, dem 36-jährigen Nationalspieler Venezuelas, haben sich schon einige Hitter die Zähne ausgebissen. Der Ulmer Neuzugang aus der argentinischen Liga gewann 5:4 gegen die Tornados (zwei Earned Runs), verlor 2:6 gegen Regensburg (ein Earned Run – und vier kassierte sein Reliever Estévenson Encarnación), gewann 2:0 gegen Stuttgart. Mit einer ERA von 1.93 in 14 Innings ist Parra auf einem ähnlichen Niveau wie Stahlmann (2.03 in 13.1 Innings) – Stöcklin (1.59 in 17 Innings) und Fitzgerald (1.53 in 17.2 Innings) übertreffen ihn.

„Meine Hoffnung ist, dass wir uns einiges an Pitching fürs zweite Spiel aufheben können“, sagt Boldt. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir gegen Parra nicht so viele Punkte machen werden, und hätten gern die üblichen Starter alle für dieses Spiel.“ Wenn es die erste Partie zulässt. „Die Umstände diktieren die Strategie“, weiß der Coach. „Wenn es ein knappes Spiel wird und wir noch jemanden für ein langes Inning brauchen, dann ist es nicht so, dass ich unbedingt daran festhalte.“ Dann kommt halt Stahlmann oder Stöcklin rein, und je nachdem, wie viele Pitches es werden, ist nicht mal ausgeschlossen, dass derjenige wie in Stuttgart auch das zweite Spiel beginnt, um dem Hauptpitcher ein bisschen Arbeit abzunehmen. Fitzgerald und ein sehr guter Reliever wären dann immer noch parat. Text und Fotos: cka

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