Wenig entgegenzusetzen hatten die Mainz Athletics dem amtierenden Deutschen Meister Heidenheim am vergangenen Wochenende. Bedingt durch die Corona-Pandemie ging man allerdings auch mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen in die Partie. So galt es nicht nur vier Wochen Trainingsrückstand durch unterschiedliche Lockerungsstrategien der Bundesländer zu kompensieren. Auch bei den Imports zeigte sich ein Bild wie im Zerrspiegel. Während Heidenheim auch in diesem Jahr zahlreiche ausländische Spieler, darunter alleine drei Pitcher, an die Brenz geholt hatt, liegt in Mainz in diesem Jahr ganz klar der Fokus auf dem eigenen Nachwuchs, um diesen an die Bundesliga heranzuführen. Alleine Thomas de Wolf hätte noch zum Team stoßen sollen, aufgrund der Risikogebietsbewertung für Antwerpen sah man in Mainz aber am Ende selbst davon ab.

Nationalität
ger GER
Position
Pitcher
Alter
28
B/T
R/R
Größe
196
Gewicht
102
Vorherige Vereine
Und so beorderte Interims-Coach Nici Weichert im ersten Spiel Tim Stahlmann auf den Wurfhügel, um ihn herum das vielleicht jüngste Infield, das in der 1. Bundesliga für die Mainz Athletics je aufgelaufen ist. Der schlagstarken Heidenheimer Truppe machte man dabei mit zahlreichen Feldspielfehlern das Leben allerdings leichter als unbedingt nötig gewesen wäre, während man im Gegenzug gegen den holländischen Nationalpitcher Mike Bolsenbroek nicht viel ausrichten konnte. Einzig Catcher Max Boldt konnte mit seinem Solo-Homerun im fünften Inning ein bis zu diesem Zeitpunkt für Bolsenbroek perfektes Spiel zunichte machen und etwas Bewegung auf die Mainzer Seite der Anzeigetafel bringen. Er sollte an diesem Freitag Abend allerdings der einzige Baserunner der A’s bleiben, denn im nachfolgenden Inning wurde das Spiel durch die neu eingeführte 15-Run-Rule zugunsten der Heidenheimer beim Spielstand von 16:1 beendet.

Nationalität
ger GER
Position
Pitcher
Alter
22
B/T
R/R
Größe
186
Gewicht
95
Vorherige Vereine
Am Samstag sah sich dann Starter Yannik Wildenhain einer äußerst aggressiv auf den Ball gehenden Heidenheimer Offensive gegenüber, konnte das Spiel aber durch gutes Pitching lange offen halten. Den Schlag von Neuzugang Felix Thierolf nutzend glich Tim Kotowski die frühe 1:0-Führung der Heidenheimer direkt wieder aus, nach einem starken vierten Inning der Heidenheimer, das ihnen sieben Punkte auf die Anzeigetafel brachte, war der Run von Nic Mosier, der im sechsten Inning auf einen Schlag von Boldt scorte, nur noch Ergebniskosmetik und konnte ein vorzeitiges Spielende im siebten Inning beim Stand von 12:2 nicht verhindern.

Für das Heimspiel am kommenden Wochenende wartet für die junge Truppe mit Regensburg gleich der nächste schwere Gegner. Tickets sind online im Vorverkauf erhätlich, die Partie am Freitag Abend ist allerdings bereits ausverkauft, für den Samstag sind unter tickets.mainz-athletics.de noch Karten zu bekommen.

Text: Konrad Clauss, Bilder: Christian Karn