Mit einer Siegteilung kehren die Mainz Athletics vom Gastspiel bei den Tübingen Hawks zurück. Konnte man den Split in Haar ob der knappen Niederlage noch als ärgerlich und den in Stuttgart bei den bis dato ungeschlagenen Reds als überraschend bezeichnen bleibt für den Auftritt in Tübingen nur ein Adjektiv: Ernüchternd.

Als Favorit angereist wurden sie dieser Rolle im zweiten Spiel nicht nur nicht gerecht, man musste sogar nach nur acht der angesetzten neun Innings vorzeitig resigniert die Heimreise antreten.

Das Drama nahm dabei direkt im ersten Inning seinen Lauf. Fünf Walks hatte der erst seit einer Woche wieder im Training stehende Moisses Pargas bereits abgegeben, dem gegenüber stand nur ein Strikeout als Coach Nici Weichert bei Bases Loaded die Notbremse zog und den Arbetistag des Schweden noch im ersten Inning für beendet erklärte. Zu diesem Zeitpunkt führte Tübingen bereits mit 2:0, aber auch Lennard Stöcklin konnte nicht verhindern, dass alle Runner, die Pargas ihm überlassen hatte, noch scoren konnten. 5:0, nichts, was im weiteren Spielverlauf nicht mehr zu kitten wäre, aber die Offensive verweigerte dem ab dem zweiten Inning solide arbeitenden Pitchingstaff jedwede Unterstützung. Lausige drei Hits standen am Ende auf dem Scoresheet, fein verteilt über drei Innings, so dass man daraus auch keinerlei Profit schlagen konnte.
Über das zweite Base kam der Mainzer Angriff in diesem Spiel nicht hinaus, Joshua Wyant hatte die Schlagmänner perfekt im Griff. Tübingen hingegen punktete in Eichhörnchenmanier immer mal wieder und konnte so am Ende die Sensation perfekt machen: Abbruchsieg gegen den Favoriten. Dass der letzte Punkt durch einen Wild Pitch nach Hause kam rundete das Bild eines völlig verkorksten Auftritts ab.

Nationalität
ger GER
fin FIN
Position
Outfield
Alter
26
B/T
L/R
Größe
180
Gewicht
90
Vorherige Vereine
Dabei hatte der Tag so gut begonnen für die Baseballer vom Rhein. Bereits nach dem ersten Inning in Spiel 1 konnte man eine 2:1-Führung vermelden, die man in der Folge auch nicht mehr hergab. Beim Spielstand von 12:6 übergab Starting Pitcher Tim Stahlmann die Verantwortung auf dem Mound an Yannic Wildenhain, der in den folgenden fünf Innings den Hawks keine Punkte und nur noch zwei Walks und zwei Basehits erlaubte. Hinter starkem Pitching schaltete auch die glänzend aufgelegte Mainzer Offensive einen Gang zurück, zuvor hatte Timmy Kotowski das offensive Hightlight des Spiels gesetzt. Starter Kamil Pejchal räumte bei Bases Loaded für Hagen Rätz den Mound und der Mainzer First Baseman beförderte direkt den ersten Pitch von Rätz zum Grand-Slam-Homerun aus dem Stadion.

Für das Team um Nici Weichert gilt es jetzt, die herbe Niederlage aus Spiel 2 schnell abzuschütteln, denn es stehen englische Wochen in der Baseball-Bundesliga an. An Christi Himmelfahrt empfängt man das Tabellenschlusslicht Ulm Falcons und empfängt am darauffolgenden Wochenende die Stuttgart Reds. Spielbeginn für den Doubleheader am Donnerstag ist um 13 Uhr, die Einzelspiele am Samstag und Sonntag starten um 17 respektive 14 Uhr. Alle Spiele werden wieder auf live.mainz.as gestreamt.

Text: Konrad Clauss, Foto: Max Drevermann