
Wer das DBL-Team der Mainz Athletics aufmerksam beim Training beobachtet hatte, für den zeichnete es sich schon länger ab: Nici Weichert, Sportdirektor der Grün-Gelben, übernimmt für die kommende Saison auch die Position des Headcoaches von Vincent Colasuonno, dessen Vertrag nicht verlängert wurde.
Für den DBL-Spielbetrieb stapelt der 34-jährige hingegen tiefer: „Wir wollen wieder in die Playoffs kommen, das ist unser primäres Ziel“, so Weichert. Dabei will er nach Möglichkeit die Jungs auf dem Feld, von denen er über die Jahre viele selbst ausgebildet und an die Bundesliga herangeführt hat, auch spielerisch weiterhin unterstützen – so gut es die Doppelrolle eben zulässt.
Auf der Trainerbank sitzt dabei kein Unbekannter an seiner Seite. Mit Ulli Wemuth kehrt nicht nur ein Spieler des Meisterteams von 2007 ins Trainerteam zurück, sondern auch der Mann, der sich in der Trainerposition für den zweiten Meisterstern 2016 verantwortlich zeichnete.Aber auch in seiner Rolle als Sportdirektor war Weichert über den Winter nicht untätig, galt es doch die Abgänge von Tim Stahlmann, Timmy Kotowski und Tomlin Müller, die ihre mehr oder minder lange Karriere beendet haben, Benjamin Thaqi, den es nach einem Jahr Rhein zurück an die Pader zieht, und Carl Feldmann, der zu Studienzwecken nach Wien wechselt, zu kompensieren. Aus eben jener Hauptstadt Österreichs kommt Kevin Schnorbach zurück, daneben hat man sich mit Leo Bristow, Sean Mapple und Ryuto Konno gezielt verstärkt. Und auch Peter Johanessen möchte noch mindestens eine Saison mit seinem Kollegen Bristow aus der schwedischen Nationalmannschaft spielen und hat das angekündigte Karriereende daher verschoben. Mit Merlin Bendlin stößt darüber hinaus ein Nationalspieler von den Darmstadt Whippets zum Kader.
Bild: Cole Sullivan
Text: Konrad Clauss
GER