Zusammenfassung



Thomas Fitzgerald hatte im zweiten Spiel keinen guten Tag. „Das war ein bisschen schade“, sagte Boldt, „aber bei ihm war es die Belastung.“ Der Australier hatte noch die 98 Pitches vom Mittwoch im Arm, hatte nicht die Pause, die er gebraucht hätte. „Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn er Heidenheim im zweiten Inning einfach hätte hauen lassen“, sagte der Coach – vier Walks nacheinander bei zwei Aus und zunächst zwei, dann drei besetzten Bases gaben den Heideköpfen die Führung sofort zurück, die sie gerade durch Kevin Kotowskis 3-RBI-Double verloren hatten. Vielleicht hätten die Top-Hitter der Heideköpfe, Gary Owens und Simon Gührung, dann einen Grand Slam Homerun gehauen. „Vielleicht hätten wir das dritte Aus in der Verteidigung gemacht“, sagte Boldt. „Thomas war nicht auf dem Niveau, das wir gewöhnt sind, aber das ist klar“, erklärte der Coach. „Er stand unter sehr hohe Belastung, aber er hat es fürs Team gemacht. Das muss man anerkennen. Er hat keine Entschuldigung gesucht, hat sich nicht rausgeredet, hat sein Ding gemacht. Es war nicht sein bestes Spiel, aber den Umständen entsprechend in Ordnung.“ 4:6 stand es, als Fitzgerald nach drei Innings und über 80 Pitches vom Mound ging; der zweite Durchgang hatte den Count zu schnell in die Höhe getrieben. Verloren war es noch nicht. Die Solo-Homeruns von Peter Johannessen und Timmy Kotowski zum 4:5 und 5:6 hielten uns im Spiel, und im sechsten schafften wir mit drei kleinteiligen, komplizierten Runs den Ausgleich zum 8:8.
Die Defensive fehlte aber auch im diesem Spiel etwas zu sehr. „Ich finde sogar, dass man noch ein paar Errors mehr hätte scoren können“, sagte Boldt. „Wir haben ja auch ohne Austin gut geschlagen. Wir hatten fünfzehn Hits und neun Punkte gegen gutes Pitching, das ist eine sehr, sehr gute Leistung. Aber wir haben zu wenige Runs verhindert. Dabei hat Yannic gut geworfen.“ Yannic Wildenhain hatte im vierten Inning übernommen und warf das Spiel zu Ende. „Es war ein bisschen schade, dass er im ersten Inning zwei Runs abgegeben hat“, sagte Boldt – die zum 5:8 -, „aber danach hat er im Großen und Ganzen den Gegner relativ kurz gehalten. Fünf Innings kann man nicht von jedem Reliever erwarten, aber Yannic wird immer sicherer. Bei ihm weiß man: Wenn er gut reinfindet, kann er lange werfen. Als Reliever muss man rein und Strikes werfen. Die Schlagmänner müssen zeigen, dass sie sich auf den neuen Arm einstellen können. Und das macht Yannic gut. Er versucht nicht, um sie herum zu werfen, er riskiert keine Walks, er attackiert die Hitter.“ Errors verhindern, das kann halt kein Reliever.
„Aber wir haben die Woche überstanden“, sagte Boldt. „Wir haben Haar mit dem Sweep auf Abstand gehalten, das ist sehr wichtig. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass die Spiele nicht so knapp werden. Wir haben sehr viele Punkte gemacht, aber auch viele zugelassen, dadurch mussten manche Pitcher mehr werfen, als mir lieb ist. Jetzt werden wir uns auf Regensburg vorbereiten. Danach sind die weiten Fahrten vorbei. Wir werden versuchen, die Routine in der Verteidigung zurückzufinden und offensiv am Ball zu bleiben. Es ist einfach wichtig, dass wir in der zweiten Saisonhälfte konstant gut spielen.“ cka / Fotos: cka, Kalle Linkert, Steffen Marg.
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