Keine Diskussionen notwendig: Max Boldt bleibt unser Spielertrainer.

Langsam nimmt sie Gestalt an, die Bundesligasaison 2018. Unsere Mannschaft bereitet sich im Wintertraining auf die neue Runde vor. Die einzigen Abgänge sind die drei Amerikaner, Pitcher Riley Barr, Infielder Jeff Hunt und Catcher Zach Johnson, bei denen wir uns noch einmal für ihr Engagement im vergangenen Jahr bedanken. Ihre Nachfolger sind noch nicht eingetroffen, aber bis zu den Heimspielen am 31. März (18 Uhr) und 1. April (15 Uhr) gegen die Mannheim Tornados, mit dem wir unsere 27. Bundesligasaison eröffnen werden, sollen sie ihr neues Team kennengelernt haben.

Eine Woche nach dem Südwestklassiker gegen die Tornados setzen wir den Heim-Start gegen ein völlig neues Bundesligateam fort: Aus dem Süden kommen zum ersten Mal die Ulm Falcons in die Bundesliga und an den Hartmühlenweg (6./7. April, 19/14 Uhr). Weiter geht es mit den ersten Auswärtsspielen bei den Haar Disciples (14./15. April, 15/12 Uhr) und dem Wiedersehen mit unserem Ex-Coach Ulli Wermuth, der mit den Stuttgart Reds am 20./21. April (19/14 Uhr) in Mainz antritt. Nach den Auswärtsspielen beim Deutschen Meister Heidenheim (27./28. April, 18/14 Uhr) geht es noch einmal in den Süden nach Regensburg (4./5. Mai, 19/14 Uhr), ehe der Heim-Doubleheader gegen die Saarlouis Hornets am 10. Mai (13 Uhr) die Hinrunde abschließt. Die Rückspiele finden in umgekehrter Reihenfolge statt; bereits am 13. Mai (12 Uhr) spielen wir in Saarlouis, am 29./30. Juni (19/13 Uhr) endet die Bundesliga Süd mit den Auswärtsspielen in Mannheim. Eine Interleague-Runde gibt es in dieser Saison nicht, es geht direkt mit dem Viertelfinale und der Playdown-Phase weiter.

Nationalität
ger GER
Position
Pitcher
Catcher
Alter
30
B/T
R/R
Größe
183
Gewicht
94
Auch 2018 wird die Mannschaft von unserem Nationalspieler Max Boldt als Spielertrainer betreut. „Wir haben 2017 eine sehr gute Saison gespielt und Max hat einen tollen Job gemacht“, erklärt Hartmut Schäfer die Verlängerung des Trainervertrags. „Umso bemerkenswerter war es, weil er es als Spielertrainer gemacht hat, auf dem Platz eingebunden war und durch den Zeitpunkt des Trainerwechsels keine Vorbereitung auf die Saison hatte. Es war ein Glücksfall für den Verein, dass er aus dem Stand gesagt hat, dass er es machen würde. Ein Spielertrainer muss sich auf die eigene Leistung und auf die der anderen Spieler konzentrieren. Das ist eine extreme Anforderung, bei der es Defizite geben kann. Bei Max war das nicht der Fall. Die Mannschaft hat tolle Ergebnisse geliefert, ist bis ins Halbfinale gekommen und dort gegen Heidenheim knapp am Sieg vorbeigerauscht, weil der Pitcher krank war. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, wären wir wieder Deutscher Meister; Heidenheim war der stärkste Gegner. Mit der ganzen Saison hat Max unterstrichen, dass er der richtige Mann für den Job ist. Überlegungen, einen anderen Coach zu suchen, gab es nicht.“

„Ich passe ja sowieso auf“, sagt Boldt. „Als ich noch nicht Coach war, habe ich das Spiel ja auch nicht an mir vorbei laufen lassen. Daher hat mich die neue Rolle nicht großartig abgelenkt oder belastet. Ich glaube, es hat gut funktioniert. Trotz vieler Verletzungen haben wir eine gute Saison gespielt. Unser Vorteil ist, dass die Mannschaft recht reif ist. Wir spielen schon seit ein paar Jahren in der Liga, da muss ich nicht jedem hinterherrennen und erklären, was er zu tun hat. Die Jungs wissen, wie das läuft.“ Unser Spielertrainer möchte auch in der neuen Saison auf die starke Offensive und ein gutes, breiter aufgestelltes Pitching bauen. „Mit so einem guten Team muss man als Coach nicht viel machen, um Punkte zu erzwingen. Hätten wir über den Winter einen reinen Coach gefunden, hätte ich damit kein Problem gehabt, ich reiße das Amt nicht an mich. Aber es hat Spaß gemacht und ich mache gerne weiter.“ cka / Fotos: Tanja Szidat

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