Unglaublich, aber nicht unlösbar

2015-regensburg-johnson-johannessen
Joel Johnson (links) und Peter Johannessen schossen in dieser Saison bereits gegen Regensburg die Bälle aus dem Stadion, allerdings nicht gegen die Bundesligapitcher, sondern gegen einen Nachwuchsmann.

An den Südwestklassiker zwischen den Mainz Athletics und den Mannheim Tornados reicht es noch nicht ganz heran, aber viel fehlt nicht: Noch in diesem Jahr wird unser Team die Regensburg Legionäre zum 100. Bundesligaduell empfangen. Vorher aber spielen wir heute abend (19 Uhr) und morgen (14 Uhr) in Regensburg.

„Uns erwartet der Deutsche Meister“, sagt Ulli Wermuth. Nicht der aktuelle, der spielt in Solingen, sondern der kommende. „Regensburg hat mit Kai Gronauer den zweitbesten deutschen Baseballspieler nach Donald Lutz“, sagt unser Coach, „mit Mike Bolsenbroek den einzigen Spieler, der je in der Geschichte der Europameisterschaft ein Perfect Game geworfen hat, einen Leftie aus Venezuela, der fest wirft, mit Lucas Dickman und Wolfgang Reitter die vielversprechendsten Nachwuchspitcher Deutschland. Das ergibt ein unglaublich starkes Pitching. Offensiv sind die Legionäre brandgefährlich. Sie haben eine unglaubliche Power, wahrscheinlich besser als jeder andere Verein im Land. Und defensiv haben sie auch unglaubliche Möglichkeiten. Das werden zwei ganz schwere Spiele.“

Aber, das sagt Wermuth auch, keine unlösbaren Aufgaben: „Ich glaube, dass wir von Regensburg ernst genommen werden. Wir sind ein starker Gegner, niemand, den man einfach abfertigt.“

In der Preseason haben wir Regensburg bereits geschlagen. Allerdings sollten wir diesen 3:1-Sieg mit Homeruns von Peter Johannessen und Joel Johnson nicht zu hoch bewerten. Mit den Infieldern Chris Zirzlmeier (1B), Lukas Jahn (2B), Matt Vance (SS) und Ludwig Glaser (3B – in Mainz nur als DH eingesetzt), mit Catcher Chris Howard und den Outfieldern Pascal Amon, Johannes Jung und Phil Howard war durchaus die komplette Defensive, die Wermuth auch heute erwartet, auf unserem Platz zu finden. Neben Gronauer, der wohl als DH eingesetzt werden wird, fehlten allerdings auch beide Starter, Bolsenbroek und Gianny Fracciola. Reitter kassierte im ersten Inning das 1:0 (Walk für Lennard Stöcklin, Sacrifice Hits von Johnson und Mike Larson, RBI-Single von Max Boldt ins Rightfield) und gab in seinen drei Innings einen weiteren Hit ab. Dickman kassierte in seinen zwei Innings zwei Hits, aber keinen Run. Die Homeruns und mit ihnen der Sieg kamen erst, als die meisten Spitzenspieler ausgewechselt waren und der 15-jährige Niklas Rimmel pitchte.

Sollte Marcel Schulz tatsächlich ausfallen, wäre Mike Larson ein Kandidat fürs Rightfield.

„Sie werden auf jeden Fall stärker sein“, sagt Mike Larson vor dem ersten Bundesligaduell dieser Saison. Unser Kanadier, ähnlich wie Vance beim Gegner schon so lange dabei, dass man ihn gar nicht mehr als Ausländer wahrnimmt, ist einer von drei Spielern in unserem Team, die schon beim Meisterschaftsfinale 2007 in Regensburg dabei waren. „Dort zu spielen ist toll“, sagt Larson, „weil der Platz so toll ist. Das genieße ich immer. Für den Gast ist es aber kein einfacher Ort, um zu spielen. Wenn die Tribüne voll ist, haben die Regensburger eine gute Baseballstimmung. Die wissen, was sie tun. Aber das macht Spaß.“

Mit seiner bisherigen Leistung ist Larson noch nicht ganz zufrieden. „Ich muss noch in Form kommen“, sagt der Routinier vor seinem 229. Bundesligaspiel. „Ich habe noch mehr Potenzial an der Platte.“ Bisher spielte Larson nur als Designated Hitter. 21 Mal stand er in den bisherigen vier Spielen den gegnerischen Pitchern gegenüber. Das Resultat: jeweils zwei Singles und Doubles (sowie ein gegnerischer Error), drei Walks und ein Strikeout, fünf Runs und zwei RBIs. In Regensburg könnte Larson möglicherweise ins Rightfield zurückkommen: Marcel Schulz‘ Einsatz ist wegen einer Daumenverletzung fraglich. „Mir ist aber vollkommen egal, ob ich als DH oder Fielder spiele“, sagt Larson. „Ich tue, was man machen muss, um der Mannschaft zu helfen. Solange es den Sieg bringt, ist mir die Position egal.“ cka

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Unglaublich, aber nicht unlösbar

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Joel Johnson (links) und Peter Johannessen schossen in dieser Saison bereits gegen Regensburg die Bälle aus dem Stadion, allerdings nicht gegen die Bundesligapitcher, sondern gegen einen Nachwuchsmann.

An den Südwestklassiker zwischen den Mainz Athletics und den Mannheim Tornados reicht es noch nicht ganz heran, aber viel fehlt nicht: Noch in diesem Jahr wird unser Team die Regensburg Legionäre zum 100. Bundesligaduell empfangen. Vorher aber spielen wir heute abend (19 Uhr) und morgen (14 Uhr) in Regensburg.

„Uns erwartet der Deutsche Meister“, sagt Ulli Wermuth. Nicht der aktuelle, der spielt in Solingen, sondern der kommende. „Regensburg hat mit Kai Gronauer den zweitbesten deutschen Baseballspieler nach Donald Lutz“, sagt unser Coach, „mit Mike Bolsenbroek den einzigen Spieler, der je in der Geschichte der Europameisterschaft ein Perfect Game geworfen hat, einen Leftie aus Venezuela, der fest wirft, mit Lucas Dickman und Wolfgang Reitter die vielversprechendsten Nachwuchspitcher Deutschland. Das ergibt ein unglaublich starkes Pitching. Offensiv sind die Legionäre brandgefährlich. Sie haben eine unglaubliche Power, wahrscheinlich besser als jeder andere Verein im Land. Und defensiv haben sie auch unglaubliche Möglichkeiten. Das werden zwei ganz schwere Spiele.“

Aber, das sagt Wermuth auch, keine unlösbaren Aufgaben: „Ich glaube, dass wir von Regensburg ernst genommen werden. Wir sind ein starker Gegner, niemand, den man einfach abfertigt.“

In der Preseason haben wir Regensburg bereits geschlagen. Allerdings sollten wir diesen 3:1-Sieg mit Homeruns von Peter Johannessen und Joel Johnson nicht zu hoch bewerten. Mit den Infieldern Chris Zirzlmeier (1B), Lukas Jahn (2B), Matt Vance (SS) und Ludwig Glaser (3B – in Mainz nur als DH eingesetzt), mit Catcher Chris Howard und den Outfieldern Pascal Amon, Johannes Jung und Phil Howard war durchaus die komplette Defensive, die Wermuth auch heute erwartet, auf unserem Platz zu finden. Neben Gronauer, der wohl als DH eingesetzt werden wird, fehlten allerdings auch beide Starter, Bolsenbroek und Gianny Fracciola. Reitter kassierte im ersten Inning das 1:0 (Walk für Lennard Stöcklin, Sacrifice Hits von Johnson und Mike Larson, RBI-Single von Max Boldt ins Rightfield) und gab in seinen drei Innings einen weiteren Hit ab. Dickman kassierte in seinen zwei Innings zwei Hits, aber keinen Run. Die Homeruns und mit ihnen der Sieg kamen erst, als die meisten Spitzenspieler ausgewechselt waren und der 15-jährige Niklas Rimmel pitchte.

Sollte Marcel Schulz tatsächlich ausfallen, wäre Mike Larson ein Kandidat fürs Rightfield.

„Sie werden auf jeden Fall stärker sein“, sagt Mike Larson vor dem ersten Bundesligaduell dieser Saison. Unser Kanadier, ähnlich wie Vance beim Gegner schon so lange dabei, dass man ihn gar nicht mehr als Ausländer wahrnimmt, ist einer von drei Spielern in unserem Team, die schon beim Meisterschaftsfinale 2007 in Regensburg dabei waren. „Dort zu spielen ist toll“, sagt Larson, „weil der Platz so toll ist. Das genieße ich immer. Für den Gast ist es aber kein einfacher Ort, um zu spielen. Wenn die Tribüne voll ist, haben die Regensburger eine gute Baseballstimmung. Die wissen, was sie tun. Aber das macht Spaß.“

Mit seiner bisherigen Leistung ist Larson noch nicht ganz zufrieden. „Ich muss noch in Form kommen“, sagt der Routinier vor seinem 229. Bundesligaspiel. „Ich habe noch mehr Potenzial an der Platte.“ Bisher spielte Larson nur als Designated Hitter. 21 Mal stand er in den bisherigen vier Spielen den gegnerischen Pitchern gegenüber. Das Resultat: jeweils zwei Singles und Doubles (sowie ein gegnerischer Error), drei Walks und ein Strikeout, fünf Runs und zwei RBIs. In Regensburg könnte Larson möglicherweise ins Rightfield zurückkommen: Marcel Schulz‘ Einsatz ist wegen einer Daumenverletzung fraglich. „Mir ist aber vollkommen egal, ob ich als DH oder Fielder spiele“, sagt Larson. „Ich tue, was man machen muss, um der Mannschaft zu helfen. Solange es den Sieg bringt, ist mir die Position egal.“ cka

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