Wie schon gegen Regensburg kommen die A’s auch nach dem letzten Wochenende mit leeren Händen zurück nach Mainz. Nach zwei spannenden Spielen reichte es leider nicht zu einem Sieg beim Favoriten. Wieder überzeugte die Einstellung unserer Spieler, leider war das aber nicht genug, um in Heidenheim etwas zählbares zu erreichen.

Eigentlich war das Freitag-Spiel nach dem fünften Inning schon vorbei. Immer wieder hatten die Angreifer der Heideköpfe einen Weg gefunden, den Ball ins Spiel zu bringen und dann die Bases zu umrunden. Neun Runs standen auf der Anzeigetafel zugunsten der Heimmannschaft und nur deren zwei für unser Team. Natürlich hatte unser langjähriger Catcher Will Kilgore (kleiner Gruß an die Kommentatoren von Heideköpfe.tv) mal wieder eine Bombe über den Zaun gehauen, doch insgesamt war da offensiv nicht viel, was unsere Jungs in den ersten Spielabschnitten boten.

Das änderte sich aber ab dem sechsten Inning. Nachdem die Heideköpfe den Pitcher gewechselt hatten, kamen unsere Angreifer immer besser ins Spiel. Nach dem siebten Inning rieben sich dann einige Zuschauer die Augen, unser Team hatte es geschafft, aus einem 2-9 ein 7-9 zu machen. Man schlug auf einmal besser als vorher und verwertete auch die eine oder andere Ungenauigkeit der Heim-Defensive. Im achten Inning sah es auf einmal aus, als ob wir das Ding noch komplett drehen können. Unser Team verkürzte auf 8-9 und hatte die Bases Loaded, doch leider beendete ein Fly Out das Inning.

In ihrer Hälfte des achten Innings bewiesen dann die Heideköpfe ihre Klasse und bauten den Vorsprung wieder etwas aus. Das war dann zu viel für unsere Jungs und wir schafften es leider nicht nochmal zurückzukommen. Mit 8-11 verloren wir das Spiel, zeigten aber wie oben bereits geschrieben, eine ganz starke kämpferische Leistung.

Am Samstag kam es dann bei bestem Baseball-Wetter zum zweiten Aufeinandertreffen der Teams und es wurde ein komplett anderes Spiel. Für Heidenheim auf dem Mound der Neuzugang und ehemalige MLB-Pitcher Alejandro Sanabia, für uns Ryuto Konno. Es entwickelte sich ein Duell auf höchstem Niveau, das von Ryuto nicht verloren wurde. Während Sanabia, der nur einen Hit zuließ, nach vier Innings seinen Platz für den „normalen“ Starter José Pimentel freimachte, warf Ryuto acht starke Innings und ließ nur zwei Hits zu.

Einer der Hits war ein Homerun, der das 1-1 bedeutete. In der oberen Hälfte des siebten Innings war es Will Kilgore (wer auch sonst), der mit einem Home Run für die umjubelte 1-0 Führung der A’s sorgte. Im At-Bat danach hatte Felix Thierolf die Chance die Führung auf 2-0 zu stellen, doch leider verließ der Ball den Ballpark nur um wenige Zentimeter auf der falschen Seite des Foul-Posts. 

Danach überzeugten wieder die Pitcher und man ging in Extra Innings. Hier schafften wir es durch einen Walk, dass alle Bases besetzt waren. Doch leider war es das dann auch. Obwohl noch kein Spieler zu diesem Zeitpunkt aus war, konnten wir aus der guten Ausgangslage kein Kapital schlagen. Ohne einen Run mussten wir Heidenheim wieder das Angriffsrecht überlassen und diese ließen sich nicht lange bitten. Mit dem zweiten Hitter im zehnten Inning brachten sie den benötigten Run nachhause und feierten ihren Sieg.

Trotz dem unbefriedigenden Ausgang des Spiels war das eine starke Leistung unserer Mannschaft. Die Defensive spielte, im Gegensatz zum Freitagabend, fehlerlos und Ryuto machte halt Sachen, die nur Ryuto tut. Die Offensive war nicht überragend, doch bei der Qualität der beiden Heidenheimer Pitcher, kann man schon zufrieden sein, immerhin mussten die Heidenheimer Pitcher weitaus mehr Würfe raushauen als unsere Beiden. Wir hatten mehr Hits und mehr LOB aber was nützen uns alle Statistiken, wenn man am Ende in der Spalte „R“ einen Punkt weniger hat als das andere Team.

Trotzdem Jungs, Respekt für eure Leistung am letzten Wochenende. Am nächsten Wochenende warten zwei Spiele in Haar auf die A’s und da heißt es die Siege nach Mainz zu holen. Wie jedoch das zweite Spiel von Haar gegen Regensburg gezeigt hat, sollte man die Münchener nicht unterschätzen.

Go A’s!

Text: Christoph Stendzina
Bild: Cole Sullivan