Da ist er also, der erste Sieg in der Interleague-Phase. Und er fühlt sich sehr gut an.

Nachdem unser Team am Samstag wieder mit 6-2 der Mannschaft aus Paderborn unterlegen war, kam dann im zweiten Spiel am Sonntag die Erlösung. Nach einer großen kämpferischen Leistung und dem unbändigen Willen endlich den ersten Sieg zu holen, schaffte man ein 5-4 gegen das Gästeteam. 

Wenn man sich nur die nackten Zahlen des ersten Spiels am Samstag anschaut, könnte man meinen, dass sich gegenüber den beiden Spielen in Hamburg nicht viel geändert hatte. Nur drei Hits brachten unsere Jungs in der Offensive zustande und das ganze bei 13 Strike-Outs. Doch war trotzdem bereits am Samstag einiges anders. Anders als in Hamburg waren unsere Spieler an der Platte geduldiger, sie ließen die Pitcher der Untouchables mehr arbeiten. Auch die Defensive wirkte konzentrierter, dass man keinen einzigen Error fabrizierte, spricht für sich. 

Positiv herauszunehmen sind natürlich der Homerun von Sean Maple, der uns im neunten Inning doch noch aufs Scoreboard brachte und die Leistung von Yannic Wildenhain, der als Reliever vier bärenstarke Innings pitchte und kaum etwas zuließ. Wie oben bereits erwähnt, schon der Samstag war ein Schritt in die richtige Richtung!

Das Spiel am Sonntag entwickelte sich zu einer zähen Angelegenheit, die hin und her ging. Unsere 1-0 Führung im zweiten Inning konterten die Paderborner umgehend im dritten Inning und gingen ihrerseits mit 2-1 in Führung und bauten diese Führung im fünften Inning aus. Doch unsere Mannschaft hatte nicht vor, dieses Spiel zu verlieren. Durch ein Single brachte Peter Johannessen, der für den ersten Run der Mainzer sorgte, Caelan Sullivan nachhause und somit konnte man auf 3-2 verkürzen.

Paderborner konnte den alten Abstand im siebten Inning wieder herstellen und so kam es im achten Inning zum großen Showdown. Der letztjährige Mainzer Spieler Benjamin Thaqi hatte ein gutes 7. Inning für Paderborn gepitcht und wurde vor dem achten Inning ausgewechselt. Zwei Single und ein sac-bunt brachten unsere Läufer auf 2 und 3. Durch einen sac-fly konnte Josh Harrison den dritten Run für uns nachhause bringen. Wie in Hamburg bekam Leo Bristow seine Einsatzzeit in der Offensive und konnte durch eine Walk auf die erste Base kommen, bereits vorher erreichte Caelan Sullivan die dritte Base nach einem passed ball. Das war jedoch ziemlich schmerzhaft für Caelan der an der Base hängenblieb und sich fortan wie ein angeschossenes Tier bewegte. Nach einem weiteren Walk waren die Bases loaded, bei allerdings weiterhin zwei aus.

Kevin Kotowski schaffte es mit seiner Erfahrung, den Ball hart in die Mitte des Spielfeldes zu schlagen. Caelan Sullivan schleppte sich über die Homeplate und Leo Bristow, genau DER Leo Bristow, lief den Run zur 5-4 Führung nachhause. Der Jubel im Ballpark kannte keine Grenzen. Somit ging es mit einer Führung ins neunte Inning. Und hier sah man etwas ganz Großes.

Unser Nachwuchsspieler Robert Hafner kam auf den Mound, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Er zeigte eine richtig gute Leistung und sorgte für zwei schnelle Outs. Usui schaffte es für Paderborn auf die erste Base und durch einen steal und einen Error durch unsere Defensive sogar auf die dritte Base. Doch Robert ließ sich nicht beeinflussen und warf nervenstark weiter. Durch ein Ground-Out konnten wir das Spiel dann abschließen und die Mannschaft feierte zurecht ihren Sieg.

So endete dieser Tag mit viel Jubel auf Mainzer Seite. Ein schöner Abschluss des Spieltages, der mit einer eindrucksvollen Zeremonie begonnen hatte, als Wolfgang Schulz, der Vater von Marcel Schulz, den First Pitch werfen durfte. Auch der Headcoach von Paderborn Octavio Medina, ließ es sich nicht nehmen, das Leben von Marcel zu würdigen und trug während des Spiels ein altes Jersey von Marcel aus seiner Zeit in Paderborn. Eine bemerkenswerte und schöne Geste.

Für die A’s geht es jetzt nach Bonn, wo Gott sei Dank wieder Freitag/Samstag gespielt wird. Das erste Spiel beginnt am Freitag um 18.00 Uhr und das Samstags-Spiel um 13.00 Uhr. Der Weg nach Bonn ist nicht weit und einige Fans sind auf alle Fälle dabei. Schließt euch an und kommt vorbei.

Go A’s!

Text: Christoph Stendzina
Foto: Cole Sullivan