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Leadoff-Hitter Kevin Kotowski hat in der Preseason mehr als einmal den frühen ersten Run geschafft. VIelleicht klappt das auch in Tübingen.

Zwei Tage vor Beginn der Bundesligasaison 2014 war unser Kader am Donnerstag erstmals komplett. Komplett vorhanden jedenfalls. Der US-amerikanische Catcher Andrew Jones ist eingetroffen. „Er macht einen sehr sympathischen und netten Eindruck“, sagt unser Coach Ulli Wermuth. „Die Mannschaft hat ihn gut aufgenommen. Wir haben nach dem Training ein Stündchen im Vereinsheim zusammengesessen, um uns kennenzulernen und freuen uns darauf, mit ihm zu spielen. Natürlich ist er nach dem langen Flug noch sehr erschöpft.“

Bei den beiden ersten Bundesligaspielen der Saison (Samstag, 12 Uhr, bei den Tübingen Hawks) kann Wermuth darauf aber keine Rücksicht nehmen. „Er muss natürlich spielen“, sagt der Coach. Weil der Kader letztlich komplett vorhanden, aber nicht komplett einsatzfähig ist. Für Max Boldt, der 2014 als zweiter Catcher fest eingeplant ist, kommen die Spiele zu früh. Wegen seiner Ellenbogenverletzung kann unser Nationalspieler nur als Offensivkraft mitspielen. „Ich hoffe, dass ich Timmy Kotowski noch Spielzeit als Catcher geben kann“, sagt Wermuth. „Das wird sich zeigen.“

Die Aufstellung für die Spiele in Tübingen steht weitgehend. Ein Problem hat Wermuth im Outfield. „Neben dem gesetzten Kevin Kotowski und dem gut spielenden Julius Spann habe ich sehr viele Optionen“, sagt unser Coach. „Wir können aber nur mit 17 Spielern anreisen. Das zwingt mich dazu, Outfielder zuhause zu lassen.“ An diesem Wochenende trifft es Patrick Runkel. „Das tut mir sehr leid“, sagt Wermuth. „Es ist ein unangenehmer Teil meiner Arbeit, Spieler nicht mitzunehmen, aber unser Platz ist begrenzt.“ Ebenfalls daheim bleibt Pascal Raab. Der Pitcher hat wieder mit dem Training begonnen, aber braucht noch zwei bis drei Wochen, um wieder ein Kandidat für die Bundesliga zu sein.

Die Hawks werden eine (fast) neue Herausforderung für unser Team sein. „Kyle Waddell und Josh Hodges sind sehr gute Starter“, sagt Wermuth. „Abgesehen vom ersten Spiel gegen Bonn werden wir gegen das beste Pitching spielen, das wir in diesem Jahr gesehen haben. Ich weiß allerdings nicht genau, wie es hinter den beiden aussieht, wie sich Tübingen verstärkt hat. Wenn wir früh ins Bullpen kommen, können wir beide Spiele gewinnen. Andernfalls müssen wir uns sehr stark präsentieren. Ein Sweep on the Road wäre schön, mit einem Split könnte ich leben. Meine innere Erwartungshaltung sagt aber: Zwei Siege.“

Dazu müsste das Infield stabiler spielen als bei der Generalprobe gegen die HSV Stealers. „Aber ich glaube, dass wir schon gegen Hamburg spät im Spiel wesentlich besser verteidigt haben als in den ersten Innings“, sagt Wermuth. „Wir müssen zusehen, dass wir das über 18 Innings konsequent hinbekommen. Wenn wir uns Fehler erlauben, die dazu gehören und leider immer mal passieren, dann lieber früh als spät. Letztes Jahr waren wir lange ganz fehlerfrei. Das wäre mir am Ende der Saison lieber.“

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