
Was ein Wochenende für unsere A’s! Nach zwei hart umkämpften Siegen beim Tabellennachbarn steht unsere Mannschaft jetzt auf dem begehrten Platz 3 in der Südtabelle und will da auch nicht mehr weg. Am Wochenende gegen den Spitzenreiter aus Heidenheim soll die Interleague-Phase perfekt gemacht werden.
Manchmal haben Pitcher, nach einer herausragenden Leistung im Spiel vorher, im nächsten Spiel ein paar Probleme das gleiche Level zu halten. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass das bei Leo Bristow am letzten Freitag auf gar keinen Fall so war. Über 8 Innings lieferte er sich mit dem Pitcher der Stuttgart Reds ein Duell auf allerhöchstem Niveau, wobei man neidlos anerkennen muss, dass die Zahlen für Jonathan Schäfer auf Seiten der Heimmannschaft sogar noch ein bisschen besser als die von Leo Bristow waren.
Zu Beginn des 9. Innings wechselten die Reds dann den Pitcher und dies sollte sich nicht für sie auszahlen. Ein Single von Sean Maple setzte die Stuttgarter unter Druck und nach einem Walk standen auf einmal zwei Mainzer on Base. Caelan Sullivan ließ sich nicht lange bitten und schlug mit einem Single Sean Maple nachhause. Der Bann war gebrochen. Am Ende des Halb-Innings standen auf einmal insgesamt 5 Runs auf der Anzeigetafel für die A’s. Da sollte doch eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder?
Auch die Mainzer wechselten nun den Pitcher und Yannic Wildenhain kam auf den mound. Einfach kann jeder, dachte sich Yannic wohl und fabrizierte zunächst einen Walk und danach einen hit by pitch. So mancher Fan der Athletics hatte in diesem Moment wohl den Begriff „Mannheim“ in seinem Gehirn arbeiten, doch Yannic Wildenhain fand schnell zu seiner normalen Leistung. Zwar scorten die Reds noch einen Run durch ein einen sac fly aber das war es dann auch. Mit 5-1 besiegten die A’s die Stuttgart Reds und zogen in der Tabelle mit ihnen gleich. Für den Showdown am Samstag war damit also alles bereit.
Bei bestem Wetter kam es auch am Samstag zu einem spannenden Duell zweier Mannschaften auf Augenhöhe, das erst im letzten Inning entschieden wurde. Die Stuttgarter kamen besser ins Spiel und lagen nach dem dritten Inning mit 3-0 in Führung. Ab dem fünften Inning begann dann die Aufholjagd der Mainzer die zwei Runs scorten und man hatte das Gefühl, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis wir in Führung gehen. Die Stuttgarter schafften es aber in mehreren Innings hintereinander durch unglaubliche Defensive Plays aus den Innings herauszukommen.
So stand es zu Beginn des neunten Innings immer noch 4-3 für die Heimmannschaft und langsam mussten die A‘s sich was einfallen lassen. Und das taten sie. Die ersten beiden Angreifer der Mainzer erreichten die Bases durch einen Walk und wieder war es Caelan Sullivan, der den Reigen eröffnete und mit einem Single dafür sorgte, dass Will Kilgore den vierten Run zum Ausgleich nachhause brachte. Kurze Zeit später waren dann die Bases loaded, doch die Reds hatten keine Lust jetzt schon in Rückstand zu geraten. Es folgten zwei Strike Outs, die dafür sorgten, Joshua Harrison mächtig unter Druck stand. Er kassierte zwei schnelle Strikes und die mitgereisten Fans stellten sich schon auf die Verteidigung des Unentschiedens im unteren Bereich des neunten Innings ein. Aber Joshua blieb ruhig und machte sein Ding. Nach einem „ball“ segelte der nächste Wurf an Freund und Feind vorbei und sorgte dafür, dass Cesar Carballosa den fünften Punkt für unser Team sichern konnte. Den nächsten Wurf schickte Joshua dann als Single ins Feld und sorgte dafür, dass Caelan den sechsten Run auf die Anzeigetafel brachte. Mit dem Zwischenstand von 6-4 kam unser Team vom Feld und dieser Vorsprung musste jetzt verteidigt werden.
Vorhang auf für Nick Mosier!
Was Nick mit seinen Kontrahenten machte, war schon fast unanständig. Er ließ ihnen überhaupt keine Chance auch nur im Entferntesten zu denken, sie könnten am Samstag irgendetwas gegen ihn ausrichten. Man hat selten so eine starke Leistung eines Closers gesehen. Kurze Zeit nach dem ersten Pitch war es auch schon zu ende. Die Mainzer jubelten ausgiebig und bedankten sich bei den mitgereisten Fans. Sie hatten das geschafft, was alle Mainzer gehofft hatten – zwei Siege in Stuttgart und Platz 3 in der Tabelle.
Am Wochenende wollen wir nun den Sack zumachen. Wie oben bereits geschrieben spielen wir gegen Heidenheim und die Stuttgarter müssen für zwei Spiele nach Regensburg. Es ist noch nichts in trockenen Tüchern, aber es sieht wirklich gut aus, dass wir auch am Ende der ersten Saison-Periode auf dem dritten Platz stehen werden, der uns für drei Wochenenden in den Norden bringt. Und darauf freuen sich alle.
Go A’s!
Text: Christoph Stendzina